Milchpreise

Stagnation bis 2020


Die Preise für Milch haben wenig Luft nach oben.
-- , Foto: V. Mildenberger / pixelio.de
Die Preise für Milch haben wenig Luft nach oben.

Wachstumsmotor in den kommenden 10 Jahren ist der Weltmarkt. Das schätzt Sofie Helaine von der EU-Kommission. Die EU werde gegenüber den marktbeherrschenden Neuseeländern an Boden gewinnen, führte Helaine auf der Outlook Konferenz der EU-Kommission aus. Die Molkereien der EU könnten vor allem mehr Butter, Milchpulver und Käse exportieren.

Der EU-Binnenmarkt werde dagegen kaum wachsen, es komme lediglich zu Verschiebungen innerhalb der Produktpalette. Die Nachfrage nach Crème Fraiche und Butter nehme leicht zu, die Nachfrage nach Frischmilch und Joghurt sinke dagegen auf dem EU-Markt, so Helaine weiter. Die Milcherzeugung steige in den kommenden 10 Jahren um etwa 1 Prozent jährlich. Sprünge von 5 Prozent wie 2014 erwartet die EU-Kommission nicht mehr bei der Erzeugung. In den kommenden fünf Jahren bleibe der Durchschnittspreis in der EU zwischen 32 und 34 Cent/kg, schätzt die EU-Kommission. Erst danach sei mit Preisen von über 35 Cent/kg zu rechnen.

Das sei keine Perspektive, kritisierte Michel Nalet vom Europäischen Verband der Milchindustrie (EDA). Die Durststecke mit nicht mehr kostensenkenden Preisen für die Landwirte sei deutlich zu lang, weshalb man etwas unternehmen müsse. Nalet will vor allem Dumpingpreise im Lebensmittelhandel für Molkereiprodukte verhindern.

Unterdessen sind die Preise der Internet-Aktion Global Dairy Trade der neuseeländischen Molkereigenossenschaft Fonterra erstmals seit längerem wieder gestiegen. Besonders die Notierungen für Vollmilchpulver und Butter entwickelten sich freundlich. (Mö)
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