USDA-Weizen

Starker Dollar setzt US-Exporten zu

US-Weizenexporteure leiden unter dem starken US-Dollar. Das bestätigt das US-Agrarministerium USDA in seinem Marktbericht „Wasde“ von Dienstagabend. Statt der noch im Oktober geschätzten 23,1 Mio. t, sollen die USA nur noch 21,8 Mio. t Weizen im Wirtschaftsjahr 2015/16 verschiffen. Das wären die geringsten Ausfuhren seit mehr als 40 Jahren, meldet das USDA.

Ansonsten finden sich im November-Wasde nur kleinere Anpassungen. Die globalen Endbestände an Weizen fallen nun 1,2 Mio. t kleiner aus als noch im Oktober geschätzt, umfassen aber immer noch satte 227,3 Mio. t. Die Abwärtskorrektur begründet das USDA mit kleiner als zuvor geschätzten Anfangsbeständen. Die Produktion steigt minimal um 0,2 Mio. t auf 732,9 Mio. t. Der globale Verbrauch an Weizen legt leicht zu um knapp 1 Mio. t, da die Verfütterung zunimmt.

Die EU-Weizenernte 2015/16 schätzt das USDA mit 157,3 Mio. t jetzt 2 Mio. t höher ein als im Vormonat. Den El-Nino-Effekt in Australien sieht das Ministerium in Washington offenbar gelassener als der USDA-Attaché in Canberra: Dieser hatte vor wenigen Wochen die Weizenproduktion in Australien deutlich herunterkorrigiert auf 24 Mio. t. Das USDA korrigiert seine Prognose am Dienstag nur um 1 Mio. t auf nun 26 Mio. t.

Die Weizennotierungen an der Chicago Board of Trade am Dienstagabend in Reaktion auf die USDA-Zahlen nach. An der Matif hielten sich die Preisrückgänge in Grenzen. (pio)
stats