Märkte am Morgen: Ölsaaten

Starker US-Dollar verpasst Soja Dämpfer


Sojakomplex: Den weltweiten Sojaverbrauch hebt der Internationale Getreiderat (IGC) in seinem Oktober-Bericht um 2 Mio. t nach oben auf 353 Mio. t. Der globale Handel wächst um 1 auf 151 Mio. t, während die Produktionsprognose mit 348 Mio. t stabil bleibt. Unterm Strich schrumpfen die Endvorräte an Sojabohnen auf 39 Mio. t. Die Gewinne des US-Dollars verderben einen weiteren Anstieg der Sojabohnenkurse an der Börse in Chicago (CBoT).

Die November-Bohne gibt am Ende des Donnerstags nach auf 9,71 US-$/bushel. Auch Sojaschrot gerät in den Abwärtssog und schließt mit 312 US-$/short tons schwächer als am Vortag. Nur Sojaöl zeigt sich unbeeindruckt und kann weiter zulegen. Zu gut sind die Aussichten, sollte es die US-Regierung schaffen und die Einfuhr von argentinischem Biodiesel stoppen. Unsicherheit besteht an den Börsen jedoch über die weitere Entwicklung des Dollarkurses. Der jüngste Anstieg der US-Währung senkt die Wettbewerbsfähigkeit der in US-Dollar notierten Sojabohnenexporte. So könnte es sein, dass es nicht zu einer Wiederholung der ständig steigenden US-Exportzahlen von Sojabohnen von zuletzt 2 Mio. t kommen könnte. Regen in Brasilien schafft endlich bessere Bedingungen für die Aussaat.

Raps: Der Rapskontrakt für November an der Börse in Paris bereitet sich auf das Kontraktende am kommenden Dienstag vor. An diesem Tag ist einmalig in Deutschland der Reformationstag ein Feiertag. Die Umsätze in Paris steigen vor allem für den neuen Frontmonat Februar. Die Zahl der offenen Positionen liegt für November bei rund 5.000. In Winnipeg steigen die Canola-Kurse um 1,50 auf 506,90 can.$/t an. Unterstützung bringen die hohen Exporte nach China.

Palmöl: Die Kurse an der Börse von Kuala Lumpur setzen ihre Gewinnsträhne fort. Zudem unterstützen die steigenden Notierungen an der CBoT für Sojaöl die asiatischen Märkte. Palmöl aus Malaysia ist im Export gefragt. In den ersten drei Oktoberwochen steigen die Ausfuhren auf rund 1,2 Mio. t Palmöl. Der Frontmonat für Januar endet am Freitag im Plus bei 2.813 Ringgit/t, umgerechnet rund 664,62 US-$/t. Der Markt bleibt fest. Immer noch könnte das Wetterphänomen La Nina die Jahresproduktion negativ beeinflussen.

Rohöl: Die Ölpreise haben sich am Donnerstag trotz neuer Signale für eine Verlängerung der Förderkürzung wichtiger Ölstaaten wenig verändert. Die  Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete unverändert 58,44 US-$./Barrel (159 Liter). Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 8 Cent auf 52,26 US-$/Barrel. Saudi-Arabien stellt eine Verlängerung der geltenden Reduzierung der Fördermenge in Aussicht. Derzeit gilt eine Förderbegrenzung der Opec-Staaten bis zum März 2018. (da)
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