Märkte am Morgen: Getreide

Stimmung etwas freundlicher

Weizen: Die Weizennotierungen an der Matif zeigen stabilere Tendenzen und unterschwellig ist die Stimmung etwas freundlicher. Der Mai legte 1,00 €/t auf 157,25 €/t zu und hat sich von seinen Kontrakttiefs abgehoben. Fundamental gibt es wenig neues, allerdings dürfen die lebhaften EU-Weizenexporte den Terminmarkt etwas stützen.  Währungsbedingt gab es keine nennenswerten Einflüsse. Der Euro notiert heute Morgen knapp unter 1,11 US-$. Am Hamburger Markt waren die Weizenpreise unverändert und die Käufer bieten weiterhin 0,50 €/t über Matif-Mai.
 
In Chicago setzen kleinere Gewinnmitnahmen die Kurse unter Druck. Der Mai schloss nach einem überschaubaren Minus bei 4,77 US-$/bushel. Die US-Weizenbestände in den Plains sehen trotz der Trockenheit in Teilen des südlichen Weizengürtels besser als im Vorjahr aus. In Kansas stehen 56 Prozent der Weizenbestände gut bis exzellent, in Oklahoma sind sogar 67 Prozent. Allerdings prognostizieren Agrar-Meteorologen für die Plains bis in den Juni hinein weniger Niederschlagsmengen als üblich.
 
Der Irak hat 100.000 t hochwertigen Qualitäts-Weizen in Kanada zu einem Preis von 236,91 US-$/t cif gekauft. Syrien ist mit einem Tender von 150.000 t Weizen am Markt und will den Weizenkauf mit einer Kreditlinie des Irans finanzieren.
 
Mais: Die Kurse in Chicago schlossen neutral. Der Mai notierte mit 3,68 US-$/bushel. Die Überschwemmungen im südlichen Mississippi Gebiet sind zum Teil dramatisch und könnten die Chicagoer Maisnotierungen kurzfristig stützen.
 
Am europäischen Maismarkt gaben die Kurse wieder etwas nach. Der Juni notierte mit 155,00 €/t. Die Maisexporte in Rumänien und Bulgarien liegen aufgrund der kleineren letztjährigen Ernten deutlich unter dem Vorjahresniveau. (St) 
stats