Sommersturm

Sturmtief Zeljko unterbricht Ernte

In Ostfriesland drückte der Sturm Getreide ins Lager.
-- , Foto: Steffen Bach
In Ostfriesland drückte der Sturm Getreide ins Lager.

Sturmtief Zeljko sorgte in weiten Teilen Deutschlands am Wochenende für eine Unterbrechung der Getreide- und Rapsernte. Mit dem Wind brachte der Sommersturm zum Teil auch reichlich Regen, Gewitter und Hagelschlag. Allerdings zeigte sich wie schon in den vergangenen Wochen eine sehr ungleichmäßige Verteilung. Während im westlichen Niedersachsen und in Westfalen sowie am Alpenrand 20 Liter und mehr Regen fiel, bleib es in Nordbayern, Sachsen, Thüringen und Brandenburg bei kurzen Regenschauern und örtlichen Gewittern. Der Wind hat auf den Feldern keine großflächigen Schäden verursacht. Erntereifes Getreide wurde vereinzelt ins Lager gedrückt. Maispflanzen haben den Sturm dagegen unbeschadet überstanden.

Versicherung Schäden von 4.500 ha gemeldet

Wir schon in den vergangenen Wochen sorgten Gewitter mit Hagelschlag für örtliche Ernteverluste. Bei der Vereinigten Hagelversicherung wurden vom Wochenende Wind- und Hagelschäden auf 4.500 ha gemeldet. Regionale Schwerpunkte seinen der Raum Halle-Leipzig, Ostfriesland, das nördliche Westfalen und die Region zwischen Ingolstadt und der tschechischen Grenze gewesen, berichtete ein Sprecher der Versicherung auf Anfrage von agrarzeitung.de.

Es bleibt unbeständig

Kühl, windig und regnerisch wird es auch in den kommenden Tagen bleiben. Vor allem im Norden rechnen Meteorologen mit weiteren Schauern und Gewittern. Erst zum Wochenende könnte Deutschland wieder unter Hochdruckeinfluss gelangen. Nach den aktuellen Prognosen wird die kommende Woche heiß und trocken, sodass dann die Mähdrescher wieder auf vollen Touren arbeiten können. (SB)
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