Märkte am Mittag

Süddeutsche Landwirte halten Weizen fest


An der Matif in Paris zeigen die Mahlweizenkurse eine freundliche Tendenz. Der Frontkontrakt März legt 0,75 €/t gegenüber dem Vortag zu und wird am Mittag mit 193 €/t bewertet. Der Pariser Rapsmarkt hingegen schwächelt: Der Frontmonat Februar gibt heute Mittag 1,25 €/t nach und notiert mit 357,75 €/t. In Chicago liegen die Kurse für Weizen, Mais und Sojabohnen im grünen Bereich.

Unterdessen sind die Umsätze am süddeutschen Weizenmarkt sehr ruhig, und nennenswerte Neugeschäfte kommen nur sporadisch zustande. Deutlichere Notizverluste am Kassamarkt werden in erster Linie durch das anhaltend rege Exportgeschäft verhindet.

Aus dem Erfassungshandel wird eine etwas höhere Verkaufsbereitschaft signalisiert. Dagegen halten sich die Landwirte noch zurück. Die Erzeugerpreise haben sich auch nur relativ wenig nach unten verändert. Allerdings sind die Gespräche zwischen den Marktpartnern mittlerweile schwieriger geworden. Für B-Weizen erhalten die Erzeuger im Schnitt zwischen 172 bis 179 €/t netto, frei Erfasser. A-Weizen wird mit 176 bis 183 €/t abgerechnet.  E-Weizen lässt sich in begrenztem Umfang überregional vermarkten. Die Erzeuger erhalten je nach Region zwischen 188 und 198 €/t. Insgesamt werden in Süddeutschland noch größere Weizenbestände auf den bäuerlichen Betrieben vermutet.

Die Mühlen beobachten die weitere Preisentwicklung mit großem Interesse. Sie haben insgesamt noch einen einen beachtlichen Anschlussbedarf zu decken. Andererseits sehen sie bislang keine untere Widerstandslinie bei der Preisentwicklung. Ihre aktuelle Nachfrage beschränkt sich auf vereinzelte Bedarfszukäufe. (HH)  
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