Märkte am Mittag

Süddeutsche Mühlen gut versorgt


Mehr als 60 Prozent der befragten Betriebsleiter sind demnach noch mindestens bis Mitte des Jahres gedeckt. Bei gut 30 Prozent der regionalen Mühlen reicht der kontrahierte Weizen problemlos bis zur neuen Ernte. Bei 27 Prozent reichen die Vorräte immerhin noch etwa sechs Wochen. Lediglich zehn Prozent müssen für ihren laufenden Bedarf regelmäßig zukaufen.

Diese Erkenntnis mag das weiterhin sehr ruhige Geschehen am Brotgetreidemarkt miterklären. Es wird im Moment kaum Weizen - egal welcher Qualität - gehandelt. Aber auch die Landwirte horten unverändert die noch eingelagerten Restbestände und sind nicht gewillt, große Mengen zu veräußern, da der aktuelle Preis ihre Erwartungen verfehlt. Etliche Erzeuger spekulieren darauf, dass die Preise für Qualitätsweizen in Richtung Frühjahr noch anziehen werden.

Gegenwärtig bewegen sich die Notierungen an den süddeutschen Warenbörsen nur wenig. Allerdings hat sich die Spanne vor allem in Südbayern erweitert. Besucher der Bayerischen Warenbörse München/Landshut, gehen noch von beachtlichen Weizenbeständen bei den Landwirten in der Größenordnung von 20 bis 25 Prozent aus.

Unterdessen geben die Weizennotierungen an der Matif in Paris leicht nach. Der Frontmonat März verliert gegen Mittag 0,75 €/t und wird mit 201 €/t bewertet. Die Folgelaufzeit Mai liegt bei 196,50 €/t, das ist ein Minus von 1,50 €/t gegenüber Vortag. Der Pariser Raps-Future gibt mit einem Minus von 3,25 €/t für den Frontmonat auf 393,75 €/t deutlicher nach. In Chicago liegen Mais und Weizen im grünen Bereich, während die Sojabohnen- und -schrotkurse schwächeln. (HH)
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