Märkte am Mittag

Süddeutscher Weizenmarkt ohne Schwung


An der Matif zeigt sich der Mahlweizenpreis wenig verändert. Heute Mittag notiert der Frontkontrakt März mit 192,25 €/t, das ist ein Minus von 0,25 €/t gegenüber dem Schlusskurs von vergangenem Freitag. Bei Raps legt der Termin Mai um 3,50 €/t auf 367,75 €/t zu. In Chicago tendieren Mais und Weizen freundlich, während die Sojabohnenkurse nachgeben.

Unterdessen sind die Umsätze am süddeutschen Kassamarkt ausgesprochen schleppend oder zumindest verhalten. Dennoch überwiegen meist ausgeglichene Verhältnisse. Die Mühlen hoffen auf weiter nachgebende Kurse und nehmen deshalb eine abwartende Haltung ein. Sie verweisen dabei auf Prognosen die davon ausgehen, dass 30 bis maximal 35 Prozent der süddeutschen Weizenernte eventuell noch verkauft werden müssen. Andererseits zögern aber die Landwirte den Verkauf hinaus, weil sie auf belebende Impulse durch das Exportgeschäft hoffen.

Aktuell liegen die Erzeugerpreise für B-Weizen im Schnitt bei etwa 173,50 €/t netto, frei Erfassungslager. A-Weizen wird mit gut 176 €/t abgerechnet. Damit hat sich die Differenz zwischen den beiden Qualitäten zuletzt kaum verändert. Elite-Weizen mit 14 oder 14,5 Prozent Protein wird nur ganz sporadisch in kleineren Mengen gehandelt. Die Erzeugerpreise pendeln zwischen 185 bis 188 €/t. Hinter den Anfragen zum Beispiel aus Italien stehen nur selten nenneswerte Abschlüsse, zumal die Konkurrenzsituation zu anderen Anbietern angespannt bleibt.

Bei Futterweizen kommt es in den Veredelungsregionen fast ausschließlich nur zu vorderen Bedarfskäufen. Spätere Termine sind vernachlässigt. Die neue Ernte wird wenig besprochen. (HH) 
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