Märkte am Mittag

Taifun stützt Pflanzenölpreise


An der europäischen Börse Matif notiert der Januar-Termin für Weizen heute Mittag mit 205 €/t, was einer Steigerung um 1,75 €/t gegenüber dem Vortag entspricht. Rapssaat an der Matif notiert bei 378,75 €/t und somit um 1,25 €/t schwächer als am Mittwoch. Auch in Chicago schwächelt der Sojamarkt: Nach den Preissteigerungen seit dem Wasde-Bericht des US-Agrarministeriums am vergangenen Freitag legten die Sojanotierungen jetzt eine kleine Verschnaufpause ein und gaben nach.

Die US-amerikanischen Landwirte halten ihre physische Ernte in der Erwartung weiterer Preissteigerungen zurück. Eine ähnliche Situation zeigt sich derzeit in dem von Staatseingriffen beeinflusstem Land Argentinien. Dort sehen die Landwirte ihre physische Ware auch weiterhin als "sichere Bank" an und halten die Ware als Absicherung gegen die Inflation in ihrem Land fest.

Die Ungewissheit über die Schäden an den philippinischen Kokosplantagen durch den Taifun hält die Pflanzenölpreise weiter stabil. Die festen Kurse wirken stützend auf die Rapsölpreise und kompensieren die Wirkung des festeren Eurokurses. Auf der Großhandelsstufe werden derzeit 378 €/t franko Ölmühle für den Liefertermin Februar 2014 bezahlt. Die aktuellen Rapspreise von 360 €/t ab Hof in Mecklenburg sind für viele Landwirte unterdessen nicht attraktiv genug. Die Ware bleibt in der Regel auf den Höfen liegen.

Auf den internationalen Getreidemärkten sind unterdessen nur geringe Kursbewegungen zu verzeichnen. „Die leichten Abwärtsbewegungen bei Mais an der Börse in Chicago sind auf die schlechten Exportzahlen zurückzuführen", sagte ein Händler gegenüber agrarzeitung.de. Die Logistik der Häfen in den USA ist derzeit vornehmlich auf die Verschiffung von Sojabohnen ausgelegt. Die Exportmengen an US-Mais gehen daher zurück. 

An den hiesigen Märkten für Brotweizen bleibt die Nachfrage ruhig. Weder im Export, noch bei den Mühlen oder Mischfutterherstellern lassen sich derzeit größere Mengen an Getreide unterbringen. Die Weizenmärkte sind auf einem Niveau von 205 €/t franko Hamburg /Rostock für die Lieferung im November 2013 mit der Option auf Weiterlagerung in eine stabile Seitwärtsbewegung übergegangen. (Ps)
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