Schweinemarkt

Talfahrt setzt sich fort

In allen Ländern der EU gaben die Preise für Schlachtschweine in der vergangenen Woche mehr oder weniger deutlich nach.  In ihrem europäischen Schweinepreisvergleich ermittelte die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands mit mehr als 7 Cent pro kg Schlachtgewicht (SG) den stärksten Rückgang für Spanien. Mit einer Notierung von nur noch 1,547 €/kg SG liegt sie mittlerweile deutlich unter jener Großbritanniens mit 1,74 €/kg SG und verzeichnet damit den stärksten Abschlag gegenüber bisherigen Höchstständen.

Auch für Deutschland werden mit nur noch 1,34 €/kg SG, entsprechend einem Rückgang von weiteren 6 Cent im Vergleich zur Vorwoche neue Tiefstände verzeichnet. Geringfügiger, allerdings auf dem bereits niedrigen Niveau von etwa 1,25 €/kg SG, fielen die Abschläge in den Niederlanden aus.

In der Praxis bestehe nun nach Einschätzung der ISN die Hoffnung, dass die Talsohle erreicht sei. Forderungen nach marktstützenden Maßnahmen aus Österreich, Frankreich, Belgien und Polen würden bei der EU-Kommission kein Gehör finden. Für den russischen Markt seien kurzfristig auch keine Änderungen zu erwarten. Dennoch bestehe ein gewisser Optimismus, dass sich der Markt nach Abbau des Überangebots nunmehr "freilaufe", so die ISN. (jst)
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