Märkte am Morgen: Getreide

Technik bringt Chicago hoch

Weizen: Nach einer wechselhaften Sitzung mit Licht und Schatten bringen Notizgewinne in Chicago Schützenhilfe für den Matif-Weizen. Der Dezember legte bei einem Schlusskurs von 177,25 €/t etwas zu und profitierte auch von Positionsbereinigungen für den in Kürze auslaufenden Frontmonat. Die übrigen Termine schlossen gut behauptet. Der schwache Euro unterstützte zusätzlich.
 
Frankreich war auf der Suche nach neuen Absatzmärkten erfolgreich. In Rouen wird zurzeit ein Schiff mit 50.000 t Weizen für Indonesien verladen. Dieses ist der erste Exportauftrag nach Indonesien seit etwa sieben Jahren. Agenturberichten zufolge sollen weitere Verladungen geplant sein. Schätzungen gehen davon aus, dass Frankreich 400.000 t bis 500.000 t Weizen nach Indonesien exportieren könnte.
 
In Chicago profitierte Weizen von Shortabdeckungen und legte für den Dezember 6,4 Cent/bushel und für die Termine der neuen Ernte sogar zweistellig zu. Fundamental gibt es nichts neues, denn die wöchentlichen US-Exportverladungen von 271.000 t fielen erneut mager aus. Der Zustand der US-Winterweizenbestände hat sich zudem gegenüber der Vorwoche leicht auf 53 Prozent in den Kategorien gut bis exzellent verbessert.
 
Der Wahlausgang in Argentinien tendierte die Weizen-, aber auch die Maismärkte märkte wenig. Signifikant größere Exportaktivitäten aus Argentinien lassen sich für Weizen und Mais erst mittel- bis längerfristig erwarten. Bei Weizen hatte Argentinien in den Vorjahren aufgrund widriger Witterungsverhältnisse und einer eingeschränkten Weizenfläche mehrere schwache Ernten hintereinander eingefahren. Die Weizenexporte beschränken sich im Wesentlichen auf Lieferungen nach Brasilien.  
 
Mais: Die kleine Weizenrallye und Shortabdeckungen ließen auch den Chicagoer Mais mit grünen Vorzeichen schließen. Der Dezember legte 4 Cent/bushel auf 3,67 US-$/bushel zu. Im Chart lässt sich eine Bodenbildung beim Chicagoer Mais erkennen, der seit etwa zwei Wochen in eine Seitwärtsbewegung eingeschränkt ist.
 
Auch beim EU-Mais bewegt sich zurzeit wenig, von kleineren Schwankungen abgesehen. Am Vortag legte der Januar-Termin an der Matif 0,50 €/t auf 167,50 €/t zu. (St)
 
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