Märkte am Morgen: Getreide

Technik treibt die Weizenkurse

Weizen: In Chicago legten die Weizenkurse erneut zu. Von ihren Tiefs haben sie sich inzwischen um 32 Cent/bushel oder umgerechnet fast 12 US-$/t erholt. Die Kursgewinne von 14,6 Cent/bushel am Vortag lassen sich auf Shortabdeckungen zurückführen, denn die offenen Positionen der Chicagoer Weizenfutures haben sich um mehr als 10.000 Kontrakte abgebaut. Die Fonds und spekulativen Anleger hatten zuvor auf auf fallende Weizenpreise gewettet und Rekord-Short-Positionen bei den Futures und Optionen von mehr als 71.000 Kontrakten aufgebaut. Die technischen Gewinne lassen Zweifel an der Nachhaltigkeit der jüngsten Rallye aufkommen.
 
An der Matif setzte sich die Aufwärtstendenz beim Weizen fort. Der November legte 2,50 €/t zu und schloss knapp unter 163 €/t. In Großbritannien vermeldet die Farmer-Lobby Rekorderträge von im Schnitt mehr als 8,6 t/ha beim Weizen. Die diesjährige Weizenernte schätzt der britische Bauernverband auf 16,7 Mio. t und damit auf die zweitgrößte Weizenernte Großbritanniens 2008.
 
In Kanada kommt die Weizenernte in Saskatchewan nur schleppend voran. Die Erntearbeiten liegen erheblich unter dem Vorjahr zurück. Das nasse Wetter beeinträchtigt zudem die Weizenqualitäten.
 
Mais: In Chicago legten Notierungen erneut zu und schlossen zum fünften Mal hintereinander mit grünen Vorzeichen. Ernteverzögerungen aufgrund des nassen Wetters und der feste Weizen gaben Auftrieb. Die weiteren Ernteaussichten werden von den verschiedenen Wettermodellen unterschiedlich eingeschätzt. Nach dem europäischen  Modell soll es in den kommenden Tagen im US-Maisgürtel nass bleiben.
 
An der Matif drückten Gewinnmitnahmen auf die Maisnotierungen. Die vorderen Termine können sich aber noch knapp behaupten. Der November schließt bei 143,75 €/t. (St) 
stats