Märkte am Morgen: Getreide

Technische Gewinne für Weizen

Weizen: Am europäischen Terminmarkt konnten sich wie Kurse zum Wochenschluss etwas stabilisieren. Der März notierte nach einem Plus von 1,25 €/t bei 176,25 €/t. Die übrigen Termine legten bis 1,75 €/t zu. Im vorderen Bereich könnte auch Technik dem Weizen geholfen haben, denn der Frontmonat hielt sich oberhalb der Stützungslinie von 175 €/t. Fundamental gibt es nichts Neues. Der US-Dollarkur bewegt sich wenig, der Euro notierte heute Morgen bei 1,087 US-Dollar.
                      
In Chicago starteten die Weizen-Futures im Sitzungsverlauf eine erstaunliche Rally. Die Kurse zogen mit Shortabdeckungen bis zu 15 Cent/bushel an. Bei Börsenschluss blieben nur minimale Gewinne übrig. Der März notierte mit 4,86 US-$/bushel.
 
In der Ukraine hat sich nach Niederschlägen im November und Dezember der Zustand der Winterweizenbestände deutlich verbessert. Mitte Dezember war allerdings noch 12 Prozent der Flächen nicht aufgelaufen. Durch den sehr trockenen Herbst wurden zudem 1 Mio. ha Weizen weniger als im Vorjahr ausgesät. Die Ernteprognosen für die kommende Winterweizenernte weisen bewegen sich zwischen 17 und 20 Mio. t.
 
Mais: In Chicago bremsten Gewinnmitnahmen den zwischenzeitliche Kursanstieg wieder aus. Die Notierungen schlossen nur noch behauptet und der März bei 3,74 US-$/bushel.
 
An der Matif zeigt  leichte Stabilisierungstendenzen. Der Januar legte etwas zu und schloss bei 159,50 €/t. Der März notierte mit 168 €/t deutlich höher. Die EU-Kommission hat die offizielle Maisernte für die EU auf 56,6 Mio. t nach unten korrigiert. Sie liegt damit unter den 57,3 Mio. t, die Strategie Grains schätzt, und deutlich unter der Coceral-Zahl von 58,5 Mio. t.
 
Die Ukraine hat im November zwar 1,85 Mio. t Mais exportiert, doch die Zahlen liegen 17 Prozent unter dem Vorjahreswert. Größter Käufer für den ukrainischen Mais sind die Länder der EU.
 
Die Abwertung des argentinischen Pesos hat noch keine konkrete Reaktion der Farmer ausgelöst. Nach Schätzungen der Maisindustrie sollen sie auf Maisbeständen von etwa 10 t Mio. t sitzen.
 
China hat einen Antrag der chinesischen Maisverarbeiter auf ein Antidumping-Verfahren gegen DDGS aus den USA angenommen. Von Januar/Oktober dieses Jahres hat China 5,9 Mio. t DDGS importiert und die Einfuhr um 14,3 Prozent gegenüber über dem Vorjahr gesteigert. (St)
 
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