Märkte am Morgen: Getreide

Technische Gewinne in Chicago

Weizen: Die festeren Chicagoer Kurse färbten positiv auf den Matif-Weizen ab. Der März schloss in Paris unverändert und knapp unter 172 €/t, doch der Mai legt 0,75 €/t auf 173 €/t zu. Die Aktivitäten waren lebhaft, die Tagesumsätze erreichen den Spitzenwert in diesem Jahr. Möglicherweise werden bereits erste Optionen eingelöst, denn die offenen Positionen erhöhten sich parallel dazu. Der europäische Weizenkontrakt der CME legte  sogar bis zu 1,75 €/t zu, die Handelsaktivitäten war allerdings kaum der Rede wert.
 
In Chicago gewann Weizen mit weiteren Shorteindeckungen und die Kurse zogen bis zu 7 Cent/bushel an. Der März schloss mit 4,49 US-$/bushel. Nachwirkungen des USDA-Reports waren spürbar. In der Berichtswoche reduzierten die Fonds ihre netto-Shortpositionen zudem kräftig. Heute Morgen sind die vorbörslichen Vorgaben aus Chicago für Weizen leicht gedrückt.
 
Russland kann nach Einschätzung der Beratung-Organisation Ikar mit einer großen Weizenernte von 67,5 Mio. t rechnen. Sie würde das Spitzenergebnis des Vorjahres jedoch um 6 Mio. t verfehlen. Die Ukraine soll einer Umfrage zufolge bereits 80 % der für den Export verfügbaren Weizenmengen verkauft und 13,1 Mio. t Weizen bereits verladen haben.
 
Ägypten will seine Weizenproduktion kräftig steigern, um die Abhängigkeit von Importen  zu verringern. Nach den Plänen der Regierung soll die derzeitige lokale Weizenproduktion den nächsten drei Jahren von 8 Mio. t auf 10 Mio. t anwachsen. Nach Aussagen des Versorgungsministeriums hat Ägypten derzeit Weizenreserven für vier Monate.
 
Mais: Auch Mais profitierte in Chicago von technischen Gewinnen, denn die Notierungen hielten sich oberhalb der gleitenden 200 Tage-Durchschnittspreise. Der März legte 5  Cent/bushel auf 3,74 US-$/bushel zu. Die Fonds bauten in der Berichtswoche ihre netto Long-Positionen für Mais in Futures und Optionen deutlich aus.
 
Die Getreidebörse in Buenos Aires erwartet für Argentinien eine Maisernte von 37 Mio. t und legt sich damit 500.000 t über die USDA-Schätzung. Südafrika hat 2016 nach den offiziellen Zahlen mit 7,8 Mio. t die kleinste Maisernte seit neun Jahren  eingefahren. Das Ergebnis liegt 22 % unter dem Vorjahr.
 
An der Matif hielt die freundliche Tendenz für Mais an. Der März machte 0,25 €/t auf 173 €/t gut. Der Juni-Termin wird 2 €/t höher bewertet. (St)
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