Märkte am Morgen: Getreide

Technische Verluste für März

Weizen: Der Frontmonat März geriet an der Matif mit technischen Einflüssen und Glattstellungen unter Druck und fiel nach einem Minus von 3,50 €/t auf 170,50 €/t. Am Freitag dieser Woche er seinen letzten Handelstag und am Wochenanfang standen noch mehr als 10.000 Kontrakte offen. Der Mai-Kontrakt verlor nur wenig und schloss knapp unter 176 €/t. Der Kassamarkt bleibt von der Korrektur wenig berührt, denn dort werden die Prämien vom Mai-Termin abgeleitet. Am Hamburger Markt wurden zum Wochenauftakt Prämien für Weizen Basis 12 % Protein von 2,5 bis 3 €/t über Matif-Mai genannt.
 
In Chicago gaben Wettermarkttendenzen dem Weizen Auftrieb. Der Mai notierte nach einem Plus von 5 Cent/bushel mit 4,58 US-$/bushel. In den südlichen US-Plains und den Kerngebieten des Hard-Red-Winterweizens ist es zu warm und trocken für diese Jahreszeit. In den nächsten Tagen sind keine Niederschläge in Sicht. Die  Weizenbestände haben zudem die Winterruhe früher als üblich beendet und könnten von Spätfrösten gefährdet werden, wird befürchtet.
 
Indien erwartet in diesem Jahr Nachschätzung aus Händlerkreisen eine Weizenernte von 95 Mio. t, nach 85 Mio. t im Vorjahr. Der Importbedarf wird durch die größere Ernte auf 2 bis  3 Mio. t sinken. Nach zwei schwachen Ernten hat Indien seit Juni des Vorjahres rund 5  Mio. t Weizen importiert.
 
In Australien wird die kommende Weizenernte mit 24 Mio. t das Rekordergebnis dieses Jahres möglicherweise um 32 % verfehlen, prognostiziert das australische Getreideamt Abares. Es  begründet die niedrige Schätzung mit den erheblich trockenen Wetteraussichten für die neue Saison und rechnet nur noch mit durchschnittlichen Weizenerträgen.
 
Mais: Positionsbereinigungen vor den neuen USDA-Report in dieser Woche und gedrückte Margen bei der Ethanolproduktion ließen den Chicagoer Mais mit überschaubaren Notizverlusten schließen. Der Mai notierte nach einem Minus von 2,2 Cent/bushel mit 3,78 US-$/bushel. Die ansehnlichen wöchentlichen US-Exportverladungen von 1,45 Mio. t konnten die Stimmung nicht drehen.
 
In Brasilien ist die Aussaat der zweiten Maisernte, der sogenannten Safrinha Ernte gut vorangekommen und zu 75 % abgeschlossen. Inzwischen liegt der Stand der Aussaat über dem Vorjahreswert.
 
An der Matif geriet der März an seinem letzten Handelstag noch einmal unter Druck und verlor 2,25 €/t. Mit einem Schlusskurs von 166 €/t verabschieden sich der März vom Börsenparkett. Neuer Frontmonat ist der Juni, der nach einem kleinen Minus mit 176,50 €/t notierte. (St) 
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