EU-Schweinemarkt

Tendenz überwiegend ausgeglichen

Zuletzt gab es nur wenig Bewegung auf den EU-Schweinemärkten und dementsprechend kaum Preisänderungen, berichtet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN), Damme. Insbesondere Deutschland zeige sich in diesem Sommer als Preisbremse. Hier sei das Sommerloch in diesem Jahr besonders stark ausgeprägt, da der inländische Verbrauch seit Wochen hinter den Erwartungen zurückbleibe und gleichzeitig auch der Export nicht so recht in Fahrt kommen will.

Dementsprechend verharrt die Notierung trotz eines unterdurchschnittlichen Angebots in der dritten Woche bei korrigierten 1,58 €/kg Schlachtgewicht (SG). Dieser unveränderten Notierung schlossen sich die Niederlande, Belgien, Österreich und Dänemark an. Leichte

Preiszugeständnisse müssen auch in dieser Woche die Erzeuger in Spanien und Frankreich hinnehmen. Hier verloren die Notierungen jeweils umgerechnet etwa 1 Cent/kg SG im Vergleich zur Vorwoche.

Über die Auswirkungen des russischen Importverbots sind sich die Marktbeobachter laut ISN in nahezu allen europäischen Ländern einig: Da der Stopp für Schweinefleisch bereits seit Januar für die gesamte EU gilt, werden keine zusätzlichen gravierenden Folgen erwartet.

Angebot und Nachfrage stehen sich weiterhin überwiegend ausgeglichen gegenüber, beschreibt die ISN die Tendenz für den deutschen Markt. Insbesondere in Nordrhein-Westfalen seien einzelne optimistische Stimmen aus dem Fleischhandel zu hören; hier dürfte sich das nahende Ferienende sicherlich positiv bemerkbar machen. Aus heutiger Sicht sind auch in der kommenden Woche unveränderte Notierungen wahrscheinlich, meint die ISN. (Sz)
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