Märkte am Morgen: Getreide

Terminmärkte sehen Weizen schwach

Weizen: In Chicago gaben die Weizenkurse erneut nach. Seit Anfang Mai haben die Futures 20 Prozent von ihren Kontrakthoch abgegeben. Die problemlose globale Versorgung und die gegenüber dem Vorjahr knapp 11 Mio. t höhere globale Anfangsbestände belasten die Terminmärkte. Die ausgezeichnete weltweite Versorgungssituation lässt sich auch Verhältnis von Endbeständen zum Verbrauch ablesen. Laut USDA mit das Verhältnis im Wirtschaftsjahr 2014/15 auf komfortable 27 Prozent ansteigen.
 
Die Matif hat den schwachen Vorgaben aus Chicago wenig entgegenzusetzen. Der November gibt 1,50 €/t nach und schließt zum zweiten Mal hintereinander unterhalb der psychologischen Stützungslinie von 190 €/t. Sollte sich diese nicht wieder bald zurückerobern lassen, droht dem Matif-Weizen auch charttechnisches Ungemach.
 
Die europäischen Weizenexporte laufen zu Ende der Kampagne noch immer auf hohem Niveau. In dieser Woche wurden 464.000 t neue Exportlizenzen für Weichweizen gezogen, davon 146.000 t in Deutschland. Damit haben sich die EU-Exportlizenzen für Weichweizen in dieser Saison auf rund 27,2 Mio. t aufaddiert.
 
Ägypten hat sich bei seinen jüngsten Tender mit 180.000 t Weizen vom Schwarzen Meer bedient. Der Löwenanteil kommt aus Russland, doch auch Rumänien steuert 60.000 t Weizen bei. Die Preise für die rumänischen Weizen sollen bei 248,50 US-$/t fob gelegen haben.
 
Mais: Fundamental gibt es für Mais zwar keine anregenden Impulse, doch technische Kursgewinne ließen den Chicagoer Mais etwas fester schließen. Derzeit werden größere Positions-Verschiebungen zwischen Mais und Sojabohnen getätigt und die Fonds tauschen   Longs bei Sojabohnen gehen Shorts bei Mais. Die wöchentlichen US-Exportzahlen von knapp 410.000 t für die alte Ernte stützen ebenfalls etwas.
 
An der Matif gab Mais 1 €/t für den Frontmonat August nach. Schwächere Weizennotierungen belasteten. Die zufuhren von Drittlandsmais halten an. In dieser Woche wurden neue Importlizenzen von 209.000 t gezogen und die Maisimporte der EU haben sich damit in dieser Kampagne auf 13,8 Mio. t summiert. (St)
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