Märkte am Morgen: Ölsaaten

Terminmarkt ignoriert USDA-Report

Sojakomplex: Die Aussicht auf eine Rekord-Sojabohnenernte in den USA sorgte in Chicago nur kurzzeitig für Druck auf die Notierungen. Die November-Bohne verlor  zeitweise zwar rund 23 Cent/bushel, schloss bei Börsenschluss aber nur mit einem überschaubaren Minus von 2,2 Cent/bushel und mit 9,82 US-$/bushel. Der September konnte die 10-Dollar Marke knapp halten. Schrot verlor und musste festerem Sojaöl Tribut zollen. Der September notierte für Schrot mit 332,50 US-$/short ton. Heute Morgen bewegen sich die Sojanotierungen in Chicago bereits zweistellig im grünen Bereich.
 
Nach dem USDA-Report zeichnet sich eine spitzenmäßige US-Sojabohnenernte  von fast 111 Mio. t ab. Die vorangegangene Schätzung wurde 5 Mio. t nach oben korrigiert. Eine lebhafte Nachfrage nach US-Sojabohnen für die laufende und für die kommende Kampagne könnte den Druck auf die Chicagoer Notierungen abmildern, zumindest kurzfristig. Die große US-Bohnenernte und höhere Sojabohnen-Bestände in Südamerika zum Start der Kampagne 2016/17, die das USDA für Brasilien für Argentinien und Brasilien in der Summe um 3,6 Mio. t nach oben korrigiert, lassen  fundamental aber kaum Höhenflüge erwarten.
 
Raps: An der Matif hielt sich die Reaktion auf die zwischenzeitlich schwachen Sojabohnen in überschaubarem Rahmen. Der November verlor zum Börsenschluss nur 0,25 €/t und notierte mit 369,50 €/t. Auch in Winnipeg zeigte sich Canola-Raps wenig beeindruckt von Chicago. Der Frontmonat November notierte mit 461 Can-$/t nur wenig schwächer als am Vortag. Unterstützung bekam Raps hüben wie drüben vom festeren Pflanzenölmarkt und anziehenden Rohölnotierungen.
 
Palmöl: Die Rally setzt sich heute Morgen mit strammen Kursgewinnen von mehr als 60 Ringgit für die Termine ab Oktober fort. Am Freitag hatte die Börse in Kuala Lumpur erneut deutlichere Kursgewinne für Palmöl notiert. Der Frontmonat September profitiert von noch höheren Preisen aufgrund von Technik.
 
Rohöl: Die Erholungsphase setzte sich fort. Die Notierungen zogen um die 1 US-$/Barrel an. Brent Crudeöl schob sich knapp unter 47 US-$/Barrel. Äußerungen des saudi-arabischen Ölministers, beim Opec-Treffen im September mögliche Preis-stützende Aktionen zu diskutieren, heizten ein. Die Analysten der Commerzbank  bewerten dies allerdings als unrealistisch. (St) 
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