Märkte am Morgen: Getreide

Terminpreis nivelliert sich

Weizen: An der Matif kann sich der November aufgrund von Börsentechnik gut behaupten und schließt geradeso im Plus. Die übrigen Termine geben allerdings nach, der Mai verliert bis zu 2,50 €/t. Der am Montag nächster Woche auslaufende Novemberkontrakt und der künftige Frontmonat Januar schlossen mit den gleichen Notierungen von 172,25 €/t. Die Weizenkurse in Paris konnten sich auf dem 100 Tages-Durchschnitt behaupten.
In Chicago gaben die Weizennotierungen nach Gewinnmitnahmen und im Zuge eines festeren US-Dollarkurses etwas nach. Immerhin haben die Weizenfutures im Wochenverlauf knapp 16 Cent/bushel zugelegt.
 
Frankreich kann 60.000 t Weizen nach Ägypten verkaufen. Der Preis bei dem Deal lag bei 260 US-$/t cif. In dieser Kampagne ist Frankreich gut im Ägyptengeschäft vertreten und hat bereits 600.000 t Weizen dorthin verkauft. Damit liegt es noch über den russischen Exporten von 585.000 t. Die Spitzenposition im Weizenhandel mit Ägypten nimmt in diesem Wirtschaftsjahr Rumänien an, das bereits 650.000 t Weizen verkauft hat.  
 
Der US-Attache in Australien erwartet eine australische Weizenernte von 24 Mio. t. In der Vorwoche war der IGC bereits von der gleichen Größenordnung ausgegangen. Pessimistische Einschätzungen sehen die Weizenernte dagegen nur bei 22 Mio. t.
 
In der Ukraine hat sich der Agrarminister kürzlich sehr optimistisch über die diesjährige Weizen-Aussaatfläche geäußert. 96 Prozent der geplanten Winterweizenflächen sollen bereits bestellt sein. Aufgrund guter äußerer Bedingungen könnte die Anbaufläche in diesem Jahr um 12 bis 15 Prozent auf 7,5 Mio. ha anwachsen, zitiert UkrConsult den Agrarminister.
 
Mais: Nach einer späten Rally drehten die Maisnotierungen in Chicago noch in den grünen Bereich. Dieser Woche legten die Maisfutures in Chicago fast 24 Cent/bushel oder 6,7 Prozent zu. Die Fonds sind in die Maisfutures eingestiegen haben ihre long-Position in der Vorwoche ausgebaut. Die Maisernte dürfte inzwischen einen größeren Schritt nach vorne gemacht haben. In Iowa hinkte die Maisernte aber drei Wochen dem üblichen Stand zurück. Die weiteren Wetteraussichten für die Maisernte sind widersprüchlich. Sie reichen von stabilem Erntewetter, über wechselhaft bis hin zum möglichen Frosteinbruch im nördlichen Teil des Maisgürtels in der kommenden Woche.
 
An der Matif notierte der Frontmonat November aufgrund technischer Einflüsse 1,75 €/t schwächer. Auch die übrigen Termine gaben etwas nach. Am Mittwoch dieser Woche hat der Novemberkontrakt seinen letzten Handelstag. (St) 
stats