Märkte am Mittag

Transportraum bleibt knapp

Markttendenz
Bei der Abwicklung von Kontrakten ist die Logistik schwierig. Die geringe Abgabebereitschaft für das kommende Jahr fördert den Import von Futterweizen.
Der Getreidehandel wird von Händlern und Konsumenten in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zu Wochenbeginn als ausgesprochen ruhig beschrieben. Die Brotmühlen sind nicht am Markt und die Mischfutterhersteller bemühen sich, kein allzu großes Interesse erkennen zu lassen. Allerdings sind bei den meisten Unternehmen bis zum Jahresende noch kleinere Lücken zu schließen und auch beim Handel besteht noch Deckungsbedarf, so dass sich das kleine Angebot gut unterbringen lässt.

Bei schneller Ware wird die Logistik zu einem wachsenden Problem. Die Schifffahrt auf dem Rhein ist durch Niedrigwasser beeinträchtigt und Kleinwasserzuschläge sorgen in der Kontraktabwicklung für Frustration. Der Handel ist deshalb bemüht, zunächst aus Lägern zu liefern, die nur per LKW angefahren werden können. Weil Transportkapazitäten auch in der Zuckerrüben- und Kartoffelernte gebunden sind, ist auch beim Straßentransport der Laderaum knapp.

Manche Händler meinen, dass die technischen Probleme zurzeit ihren Teil zu den stabilen Kassamarkt-Kursen beitragen. In Südoldenburg und Westfalen werden für November und Dezember 168 bis 170 €/t bezahlt, für Januar bis April liegen die Vorstellungen der Verkäufer bei 174 €/t. Weil der inländische Handel auch für Termine im neuen Jahr nur zäh verläuft, haben die Futtermühlen in den Veredelungszentren bereits größere Mengen an EU-Weizen in den Büchern der über Rotterdam und Brake importiert wird.

An der Matif notiert Weizen am frühen Nachmittag unverändert bei 161,75 €/t. Raps legt um 0,75 €/t auf 391,50 €/t zu. Bei Mais verliert der Novemberfuture kurz vor seinem letzten Handelstag bei kleinen Umsätzen 3,25 €/t auf 160,00 €/t. Bei den späteren Terminen ist keine klare Tendenz erkennbar. (SB)
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