Kontraktverhandlungen

Trinkmilch wird deutlich teurer

Bei den neuen Kontrakten für Frischmilch konnten die Molkereien satte Aufschläge durchsetzen.
-- , Foto: Stadt Erfurt
Bei den neuen Kontrakten für Frischmilch konnten die Molkereien satte Aufschläge durchsetzen.

Die Molkereien haben bei den aktuellen Preisverhandlungen für Milchfrischeprodukte spürbar höhere Preise erzielen können. Ab dem 1. November wird Trinkmilch um 13 bis 15 Cent je Liter teurer, berichtet die Lebensmittelzeitung (LZ). Gegenüber den bisherigen Kontrakten ist das eine Steigerung um bis zu 35,7 Prozent. Der Ladenverkaufspreis für einen Liter Vollmilch steigt damit voraussichtlich auf 57 Cent. Das wäre etwas mehr als vor der Preissenkung zum 1.Mai. Weitere Basisartikel der Weißen Linie werden ebenfalls teurer, so die LZ. Bei Butter wird vorerst nicht weiter an der Preisschraube gedreht. In den vergangenen Monaten war der Preis für ein 250-Gramm-Päckchen bereits von 70 Cent auf 1,29 € gestiegen.

„Weihnachten wird teurer“

Eckhard Heuser, Hauptgeschäftsführer des Milchindustrieverbandes (MIV), geht allerdings noch von stärkeren Preisbewegungen ab November aus. „Weihnachten wird teurer!“, sagt er im Interview mit der agrarzeitung (az), das Sie am Freitag in der gedruckten Ausgabe lesen können.

Mit den höheren Erlösen im LEH ziehen auch die Erzeugerpreise für Milch an. Deutschlands größte Molkerei DMK kündigte bereits vor dem Abschluss der Kontraktverhandlungen an, den Milchpreis im November um 4 Cent je Liter anzuheben. Einschließlich aller Boni können die Mitglieder des DMK so mit einem durchschnittlichen Milchpreis von 30 ct/l rechnen. „Die ‚30‘ zeigen dieses Jahr noch alle Molkereien, das Ausmaß der Steigerung hängt allerdings vom Produktportfolio ab“, sagt Heuser dazu im az-Interview. (SB)
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