Märkte am Morgen: Getreide

Trockenheit bleibt Weizenthema


Weizen: Die Weizenkurse an der Matif bewegen sich tendenziell, wenn auch abgeschwächt  im Einklang mit den Chicagoer Vorgaben. Am Freitag gab es hüben wie drüben überschaubare Kursverluste. Der Matif-Mai gab geringfügig nach. Zum Wochenstart deutet die elektronische Börse in Chicago wieder etwas festere Weizennotierungen an.
 
Zuletzt waren die Chicagoer Notierungen nach Regenfällen im südlichen Weizengürtel der USA stark unter Druck geraten. Doch die Niederschläge fielen keinesfalls flächendeckend und die Kursverluste lassen sich eher mit psychologischen Reaktionen und einer überfälligen Konsolidierung erklären.
 
Inzwischen zeichnet sich ab, dass die jüngsten Niederschläge keinesfalls ausreichen, um das Feuchtigkeitsdefizit in den südlichen US-Plains nachhaltig zu beheben. Für die kommenden 10 bis 14 Tage sind kaum Niederschläge angekündigt und die Temperaturen steigen auf höhere Werte an, als für die Jahreszeit üblich. Dies lässt zu Beginn der Vegetationsperiode Stress bei den Weizenbeständen in zentralen und südlichen Kansas, Texas und Oklahoma erwarten.
 
Mais: Die Chicagoer Maisfutures wurden durch weitere Käufe der Fonds und Nachwirkungen der umfangreichen Exportzahlen aus der Vorwoche unterstützt. Die Kurse zogen noch einmal etwas an. Nach der USDA-Flächenschätzung haben sich die Fonds vor allem bei Mais engagiert und ihre netto-Long-Positionen in der Vorwoche um mehr als 36.500 Kontrakte und damit auf den höchsten Stand seit Dezember 2012 ausgebaut.
 
Für die neue US-Maisernte wurden erste Ertragserwartungen kolportiert. Sie liegen mit 168,4 bushel/acre rund 6 Prozent höher als die letztjährigen Durchschnittsergebnisse. Sollte sich die Tendenz bestätigen, könnten sehr gute Erträge den Anbaurückgang in den USA mehr als kompensieren und sogar noch eine Rekord-Maisernte hervorbringen.
 
An der Matif ruderte Mais etwas zurück. Die Kurse gaben 1,50 €/t für den Juni nach. Der Frontmonat schloss bei 184,25 €/t. (St)
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