Märkte am Morgen: Ölsaaten

Trockenheit in den USA breitet sich aus


Sojakomplex: Der Sojakomplex bleibt von den positiven Vorgaben von Weizen und Mais an der Chicagoer Börse nicht unbeeindruckt. Zusätzlich gibt es Unterstützung für die Notierungen, nachdem das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) niedrigere als erwartete Aussaatflächen für Sojabohnen schätzte, die im Juni gepflanzt wurden sowie geringere Bestände veröffentlichte. Die Farmer warten sehnlich auf Regen im Mittleren Westen und im Corn Belt. Im Bundesstaat Illinois hatte der Regen längst nicht ausgereicht. Illionis ist der zweitgrößte Anbaustaat von Mais und Topanbauer von Soja. Mittlerweile reagieren auch Spekulanten an der CBoT auf die Trockenheit und eine möglicherweise damit verbundene kleinere Ernte. Sie vergrößerten ihr Soja-Engagement in der letzten Juni-Woche auf fast 147.000 Kontrakte. Die Juli-Bohne, die in der kommenden Woche ausläuft, endet bei 9,64 US-$/bushel (plus 23 Cent/bushel).

Laut USDA haben private Exporteure 120.650 t US-Sojaschrot nach Mexiko verkauft zur Lieferung in diesem und im kommenden Wirtschaftsjahr 2018/19. Der Sojaschrot-Kurs für August notiert bei 311,90 US-$/short tons zum vorzeitigen Handelsschluss gegen 12 Uhr am Montag an der CBoT. Heute ist die CBoT wegen eines Feiertags geschlossen.

Raps: Berichten zufolge gibt es in Europa weitere Schätzungen, in denen die Rapsernte weiter nach unten korrigiert wird. Die Hitzewelle im Juni hat den Kulturen wohl mehr geschadet als bisher angekommen. Die Schoten sind teilweise leer.

In Winnipeg gehen ebenfalls Befürchtungen wegen der Trockenheit in den kanadischen Prairies um. Heute starten die Börsen in Kanada wieder, am Montag waren sie wegen eines Nationalfeiertags geschlossen. Es wird mit einer weiteren Rally für Canola gerechnet. Ausgangspunkt sind für den Juli-Termin 551,30 can.-$/t. An der Matif schließt der Frontmonat für Raps freundlich mit 366,25 €/t (plus 4,25 €/t).

Rohöl: Die Ölpreise sind am Montag leicht gefallen. Seit anderthalb Wochen legten die Ölpreise in der Tendenz zu, obwohl die Opec-Produktion im Juni deutlich gestiegen sei. Händler erklärten die jüngsten Gewinne mit Nachrichten aus den USA. Dort sind erstmals seit Langem einige bestehende Bohrlöcher wieder geschlossen worden. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete im Mittagshandel 48,64 US-$. Das waren 14 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 4 Cent auf 46,00 US-$. (da)
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