Märkte am Morgen: Getreide

Trockenheit unterstützt Kurse

Weizen: Die Getreidefutures legen gestern in Chicago spät in der Sitzung einen Gang zu. Eine turbulente Sitzung war vorausgegangen. Die Investoren sind zwischen guter globaler Versorgung und ungünstigen Aufwuchsbedingungen in den USA, Russland und Brasilien hin und her gerissen. Größere Käufe und Eindeckungen von Shortpositionen setzen ein. Nun gilt die Sorge doch wieder den Auswirkungen der Trockenheit in der Ukraine. Das Landwirtschaftsministerium schließt nicht aus, dass die Fläche für Winterweizen aufgrund der Trockenheit rund zehn Prozent geringer ausfallen könnte. Die Farmer hatten geplant, 6,2 Mio. Hektar Winterweizen für die Ernte 2016 zu säen. Diese Gegenbewegung verschafft dem Weizen Zahlen im grünen Bereich. In Chicago legt der Dezemberweizen 5,50 Cent /Bushel auf 4,9125 US-$/Bushel zu.

In Paris schafft es der Weizen zumindest für die vorderen Monaten zu leichten Gewinnen. Der Dezember legt 0,50 €/t auf 175,50 €/t zu.

Mais: Auch der Mais profitiert von der allgemein festeren Stimmung. Das ukrainische Landwirtschaftsministerium erwartet eine Maisproduktion in Höhe von 22,9 Mio. t. im Vergleich zu 28,5 Mio.t in 2014. Andere Marktteilnehmer aus dem Land bestätigen, dass die Erträge aufgrund des trockenen Wetters bei 7,3 t /ha liegen im Vergleich zu 9,3 t /ha im vergangenen Jahr. Von einer Kehrtwende bei den Preisen wollen Analysten aber noch nicht reden. Es sei noch genug Druck beim Mais übrig. Die Nachtbörse bleibt aber vorerst noch positiv gestimmt. Der Dezembermais gewinnt 3,75 Cent /Bushel auf 3,7675 US-$/Bushel hinzu.

In Paris verbucht der Mais stärkere Gewinne als der Weizen. Der November geht mit 160,75 €/t und damit 2,25 €/t mehr als am Montag aus dem Tag. (dg)
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