Premium-Weizen

Trockenheit wirkte kaum nachteilig

Entscheidend für dieses Jahr waren der milde Winter und die anhaltende Trockenheit von Februar bis zur Ernte. Nach Auskunft der Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des unterfränkischen Qualitätsweizenanbaues e.V. in Würzburg, konnten die Pflanzen durch den milden Winter starke Wurzeln ausbilden, die die Trockenheit während der Vegetation  gut ausglichen. Durch die frühe Ernte blieben zudem die Fallzahlen hoch. Trotz der mangelden Niederschläge konnte nach Schätzungen der Arbeitsgemeinschaft noch einr durchschnittlicher Ertrag von 7,1 t/ha erzielt werden. Der Premium-Weizen weist jedoch geringere Rohproteingehalte bei niedrigeren Sedimentationswerden auf. Nach Auskunft des Landwirtschaftsamtes Würzburg liegen sie im Schnitt bei 12,9 Prozent. Die Mahl- und Backeigenschaften seien daher in diesem Jahr durchschnittlich. 


In Mainfranken blieb der Winterweizenanbau zur Ernte 2015 mit 87.965 ha paktisch konstant. Als "Spezialitäten" wurden zusätzlich 13.194 ha Dinkel und 1.689 ha Durum angebaut. Bei Winterweizen gab es 54 Prozent Premium-Weizen-Sorten. Einen relativ kleinen Teil nimmt dabei der so genannte Premium-Weizen E1 mit den Sorten Monopol, Bussard und Genius ein. Für die homogenisierten Partien Premium-Weizen E steht eine Erntemenge aus 13.982 ha zur Verfügung. Die homogenisierte Produktlinie Premium-Weizen A1 umfasst 18.868 ha. Die homogenisierte Produktlinie Premium-Weizen A bilden mit 14.527 ha einen weiteren Schwerpunkt des Programms. 


Am 11. November findet in Würzburg die diesjährige Premium-Weizen Messe statt. (HH)
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