Die Getreide- und Rapsmärkte werden in dieser Woche wohl kaum einen Aufschwung erleben. Drei wirkliche Arbeitstage stehen an, dann folgt auf den Feiertag meist ein Brückentag. An der Matif lassen sich keine Faktoren ausmachen, warum Weizen und Raps ins Plus drehen sollten. Der November-Kontrakt für Weizen gibt gegenüber vergangenen Freitag um weitere 2,50 auf 192,75 €/t nach. Nicht viel besser sieht es bei Raps aus. Hier sinkt der Kurs für den Erntetermin August um 1,50 auf 357,00 €/t.

Alterntiges Getreide aller Arten ist noch zu bekommen. Angesichts dieser Einschätzung von Marktteilnehmern und eines frühen Erntetermins sind Mühlen und Mischfutterwerke nicht wirklich in Not. Es wird mit einer frühen Anschlussversorgung gerechnet.

Was hält dann die Käufer beispielsweise in Westfalen oder Südoldenburg ab, darauf zu warten, dass sich Briefkurse für Gerste in Höhe von 175 €/t neue Ernte realiseren lassen. Somit verwundert es wenig, dass auch die alterntige Gerste bröckelt und 182,00 bis 185,00 €/t sich für schnelle spontane Partien kaum noch durchsetzen lassen.

Auch auf Nachfrage lassen sich Landwirte im Nordosten nicht dazu hinreißen, Raps in Teilverkäufen noch zu vermarkten. Die Gebote der Ölmühlen sind ihnen zu gering. Zu unsicher ist die Lage bei Raps, wie sich die künftige Nachfrage nach Biodiesel entwickelt. (da)
stats