Ernteschätzung

Trotz Hitze viel Soja von der Donau

Die Sojaernte 2015 ist im Donauraum eingebracht. In Südosteuropa (ohne die Ukraine) sei die Sojaflächen von 580.000 ha im Jahr 2012 auf rund 950.000 ha in diesem Jahr nahezu verdoppelt worden. Dies entspreche bei einer normalen Ernte einer Menge von fast 3 Mio. t. In diesem Jahr seien wegen der schwierigen Witterungsbedingungen nur 2,2 Mio. t. Sojabohnen geerntet worden. Dies sei aber immer noch genau so viel wie im Rekordjahr 2014, betont Donau Soja.

ADM wird Mitglied bei Donau Soja

Fortschritte verzeichnet die Organisation auch bei der Sojaverarbeitung. Ab Mitte 2016 werde ADM in Straubing Sojabohnen crushen. Für Landwirte in der ganzen Donauregion, die Sojabohnen anbauen, sei der Einstieg von ADM eine gute Nachricht, weil damit ein weiterer wichtiger Abnehmer bereitstehe. ADM werde damit die Versorgung mit hochqualitativen Eiweißschroten aus und für die Donauregion unterstützen, und gleichzeitig Mitglied im 2011 gegründeten internationalen Verein. „Der Beitritt zu Donau Soja und die Möglichkeit, am Standort Straubing Sojabohnen zu verarbeiten, erlaubt uns den wachsenden Bedarf an zertifiziertem Nicht-GVO Sojaschrot vor allem in Deutschland, Österreich und in der Schweiz zu bedienen“, sagt Rene van der Poel, General Manager ADM Straubing.

Bessere Versorgung mit Nicht-GVO Sojaschrot

Mit diesem Schritt verbessere sich vor allem die Versorgung in Bayern, Baden-Württemberg und Oberösterreich. „Tierhalter dieser wichtigen Agrarregionen bekommen eine weitere Möglichkeit zuverlässig europäisches und GVO-freies Soja zu beziehen“, freut sich Matthias Krön, Obmann des Vereins Donau Soja. (SB)
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