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Tschechien schätzt Ernte deutlich höher

Das Statistikamt in Prag rechnet in seiner zweiten Schätzung für 2014 mit rund 7,1 Mio. t Getreide (ohne Mais). Noch vor vier Wochen waren die Tschechen von einer mittleren Ernte ausgegangen. Jetzt zeichnet sich im Vergleich zur sehr hohen Vorjahresernte ein Plus von 3 Prozent ab. Gemessen am Fünfjahresmittel könnte das aktuelle Ergebnis sogar um 6 Prozent größer ausfallen, berichtet die Behörde in den heute aktualisierten Zahlen.

Wichtigste Getreidearten in Tschechien sind Weizen und Sommergerste. Die Weizenernte 2014 könnte im Vergleich zum Vorjahr um etwa 1 Prozent auf rund 4,7 Mio. t zulegen. Für die Ernte von Sommergerste als zweitwichtigster Getreideart schätzt das Statistikamt sogar ein Plus von 10 Prozent auf rund 1,2 Mio. t. Tschechien ist in der EU ein bedeutendes Land für den Braugerstenanbau.

Leicht zulegen um etwa 1 Prozent könnte die tschechische Rapsernte. Das ist beachtlich, weil die Vorjahresernte sehr hoch war, die Fläche in diesem Jahr im Vergleich zu 2013 aber um 7 Prozent verringert worden ist. Bislang sind die Agrarfachleute in Tschechien auch von niedrigeren Hektarerträgen 2014 ausgegangen. Jetzt schätzen sie den nationalen Durchschnittsertrag auf 3,7 t/ha - so viel ist in dem Land noch nie gedroschen worden. Die Rapsernte 2014 wird deswegen das Fünfjahresmittel um 15 Prozent übertreffen.

Tschechien ist fünftgrößtes Rapserzeugungsland in der EU. Die vorderen Plätze nehmen Deutschland, Frankreich, Polen und Großbritannien ein. In all diesen Ländern hat die Rapsernte 2014 erstaunlich hohe Erträge gebracht. Die EU-Ernte 2014 wird so groß wie noch nie. (db)
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