Ernteschätzung

Tschechien verbucht schwache Ernte

Das Statistikamt in Prag hat in seiner Oktober-Schätzung die Getreide- und Rapsernte noch etwas niedriger geschätzt als in den bereits pessimistischen Erwartungen aus dem August. Jetzt kommt eine sehr geringe Maisernte hinzu. Grund für die schwachen Ergebnisse sind niedrige Erträge. Tschechien gehört zu den europäischen Ländern, die im Sommer von einer anhaltenden Hitzewelle verbunden mit Trockenheit getroffen war.

Einschließlich Mais taxiert das Statistikamt die tschechische Getreideernte 2017 auf 7,3 Mio. t. Gegenüber der – allerdings sehr hohen – Vorjahresernte fehlen 15 Prozent. Im Vergleich zum Fünfjahresmittel sind es etwa 8 Prozent weniger. Die beiden mit Abstand dominierenden Getreidearten in Tschechien sind Weizen und Sommergerste. Die Weizenernte 2017 könnte im Vergleich zur sehr hohen Vorjahresernte um etwa 15 Prozent und die Sommergerstenernte um 10 Prozent sinken.

Viel Mais vertrocknet

Besonders heftig hat es den Körnermais getroffen, der allerdings mit rund 84.000 ha keinen sehr großen Anbauumfang einnimmt. Gedroschen worden sind nur etwa 530.000 t. die Menge ist 37 Prozent geringer als 2016. Auch auf den rund 225.000 ha Silomais sind Ertragseinbußen von 20 Prozent zu erwarten.

Ebenfalls enttäuschend ist die Rapsernte. Die Ernte würde nach der aktuellen Schätzung mit gerade 1,14 Mio. t Raps etwa 16 Prozent unter dem Vorjahr und 15 Prozent unter dem Fünfjahresmittel liegen. (db)
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