Märkte am Morgen: Ölsaaten

Turbulenzen in China drücken Sojakurse

Sojakomplex: Der Sojakomplex stand unter zwei wesentlichen Vorzeichen. Die jüngsten Daten des Einkaufsmanager-Indexes aus China lassen nur schwache Wachstumssignale aus Fernost erkennen. Die chinesische Währung wurde gegenüber dem Dollar abgewertet und der Aktienmarkt in China stand unter so starkem Druck, dass der dort der Aktienhandel zeitweise ausgesetzt wurde. Last but not least sorgten die jüngsten Regenfälle in Brasilien für neuen Druck auf die Sojabohnennotierungen.  
 
Die Sojabohne verlor in Chicago für den März mehr als 8 Cent/bushel und fiel auf 8,46 US-$/bushel zurück. Sojaschrot gab nur wenig nach und profitierten von Spreads gegen schwaches Sojaöl. Die wöchentlichen US-Exportanmeldungen von 579.000 t Sojabohnen fielen kleiner als erwartet aus. Die Bohnenexporte der USA  liegen in dieser Kampagne rund 3 Mio. t unter den Vorjahreswerten. Zusätzlicher Druck auf den Sojakomplex kam durch die schwächeren Währungen in Brasilien und Argentinien.  
 
Für Brasilien lassen sich bis in die nächste Woche hinein ergiebige Niederschläge in den trockenen Anbauregionen erwarten. Für den Nordosten Brasiliens, wo die Sojabohnenernte vor dem Start steht, dürften die Niederschläge allerdings zu spät kommen. Insgesamt bessern sich aber die Aussichten für die brasilianische Sojabohnenernte auf.
 
Raps/Palmöl: Mit dem schwachem Umfeld gaben die Rapsnotierungen an der Matif wieder nach. Der Februar und der März verloren 3,50 €/t und notierten bei Börsenschluss mit 370,50 €/t. In Winnipeg schlossen die Canola Futures ebenfalls schwächer. Der März fiel auf 482 Can-$/t.
 
Die Turbulenzen in China drückten auch die Palmölnotierungen in Malaysia deutlich in die Verlustzone. Heute Morgen geben die Kurse aber nur noch leicht nach.
 
Rohöl: Kurzfristige geopolitischen Risikoprämien aufgrund der Spannungen im mittleren Osten hatten nicht lange Bestand. Bei Börsenschluss konnte sich Brent-Crudeöl knapp behaupten, WTI gab leicht nach und fiel wieder unter 37 US-$/bushel. Der Einbruch an den Aktienmärkten, und die schwächeren Konjunkturdaten aus China, aber auch aus den USA drücken. 
Russland hat 2015 seine Rohölförderung auf 10,73 Mio. Barrel pro Tag und auf den Höchststand seit 24 Jahren ausgedehnt. Für 2016 lassen sich nach Einschätzung der Commerzbank weitere Produktionssteigerungen Russlands erwarten. (St) 
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