Märkte am Morgen: Ölsaaten

US-Exportzahlen belasten Sojakurse

Sojakomplex: Die Sojabohnenkurse in Chicago knüpften an den schwächeren Vortag an. Die Kursverluste hielten sich mit einem Minus von 2,2 Cent/bushel und einem Schlusskurs von 8,74 US-$/bushel für die März-Bohne angesichts sehr schwacher wöchentlichen US-Exportzahlen in Grenzen. Nach Stornierungen von etwa 430.000 t  Sojabohnenkäufen in den USA weist das USDA die wöchentlichen Exportzahlen von 43.600 t mit einem negativen Vorzeichen aus. Sojaschrot gibt ebenfalls nach und fällt für die beiden vorderen Termine 2,5 US-$/short ton ab.
 
In Brasilien rücken niedrigere Bohnenerträge im Mato Grosso die optimistischen Schätzungen etwas zurecht. Die brasilianische Agrarbehörde Conab korrigierte ihre vorangegangene Prognose der Sojabohnenernte um 1,2 Mio. t auf nunmehr 100,9 Mio. t nach unten. Trotz der Abwertung steuert die brasilianische Sojabohnenernte auf Rekordkurs. Für Argentinien bessern sich die Aussichten für die Bohnenernte auf. In fast allen Anbaugebieten Region des Landes sind ergiebigere Regenfälle in Aussicht.
 
Raps: Der schwache US-Dollarkurs setzte die Notierungen der Matif zeitweise stark unter Druck. Zeitweise bewegten sich die Kurse bis zu 3,50 €/t im roten Bereich. Zu späterer Stunde konnte sich Raps in Paris allerdings noch etwas erholen. Der Mai schloss mit 362,50 €/t. Für die neue Ernte standen sogar kleinere Kursgewinne an der Börsentafel.
 
In Winnipeg stand Canola erneut unter Druck. Die Kurse gaben bis knapp 4 Can-$/t  nach. Der März fiel auf 468 €/t. Die neue Bestandsschätzung von Statistics Kanada wird neutral bis leicht bullisch bewertet. Die Canola-Bestände in Kanada lagen zum zum Jahresende 2015 bei 12,1 Mio. t und rund 500.000 t unter dem Vorjahreswert.
 
Palmöl: Nach einem etwas schwächeren Vortag bewegen sich die Palmölnotierungen in Malaysia heute Morgen wieder im grünen Bereich. Der April-Kontrakt markierte mit 2.578 Ringgit zwischenzeitlich den höchsten Stand seit 20 Monaten. Die Commerzbank geht davon aus, dass die Palmölpreise ihr Hoch erreicht haben könnten und sieht in dem schwachen Umfeld von Mineralöl und den übrigen Pflanzenölmärkte kein nennenswertes Aufwärtspotenzial mehr. Der El-Niño Effekt hat zudem seinen Höhepunkt überschritten und der Einfluss des Wetterphänomens schwächt sich bereits ab.
 
Rohöl: Mit überschaubaren Kursverlusten in einer äußerst abwechslungsreichen Sitzung korrigierten die Rohölnotierungen etwas nach unten. Brent fiel auf 34,46 US-$/bushel. Es sieht so aus, als könnten sich die Rohölnotierungen auf einem niedrigen Niveau  stabilisieren. Angeblich haben sich sechs Rohöl-produzierende Länder, darunter Russland der Irak und Iran, auf ein außerordentliches Treffen verständigt, um über eine Eindämmung der Rohölschwemme zu beraten. (St)  
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