Märkte am Morgen: Getreide

US-Farmer fürchten um Weizenqualität

Weizen: Wegen eines Feiertags blieb die Euronext am Donnerstag in Paris geschlossen. Die elektronische Nachbörse stufte den September-Kontrakt für Weizen auf 166,75 €/t und damit geringfügig um 25 Cent/t niedriger ein als am Mittwoch.

In Russland gab es am Donnerstag neue Prognosen zur heimischen Getreideernte 2017/18. Das russische Agrarberatungsunternehmen SovEcon hat am Donnerstag bei einer Konferenz seine Ernteschätzung für russischen Weizen um 500.000 t auf 63,0 (Vorjahr: 73,3) Mio. t angehoben.
Demnach könnte Russland 2017/18 mit 27 Mio. t Weizen nahezu die gleiche Menge exportieren wie im Vorjahr. Denn das Land könnte auf hohe Bestände zurückgreifen, die sich nach der großen Vorjahresernte angesammelt hätten. Bisher hatte SovEcon die Exporte im kommenden Wirtschaftsjahr auf 24,5 Mio. t Weizen taxiert.

An der Warenterminbörse in Chicago schlossen alle Weizen-Termine im Minus. Technische Verkäufe gab es beim Hard Red Winter und Soft Red Winter. Die Verluste hielten sich in Grenzen, denn es gibt berechtigte Befürchtungen, dass sich in den durchnässten Feldern in den wichtigen Anbaugebieten Krankheiten in den Beständen ausbreiten. Vor allem die Qualität und der Proteingehalt könnten unter dem vielen Regen gelitten haben. An der CBoT gab der Juli-Kontrakt für Weizen um 2 Cent auf 4,30 US-$/bushel nach. Dagegen kann sich Sommerweizen leicht verbessern. Der Markt ist kurzfristig versorgt. Deshalb kommt es immer wieder zu Deckungskäufen, die die Preise unterstützen.

EU-Weizen an der CME gibt ebenfalls leicht nach und schließt bei 164,25 €/t.

Mais:
Auch die Maisfutures gehen mit Tendenz zur Schwäche aus dem Handel. Am Donnerstag endete der Juli-Maiskontrakt bei 3,69 US-$/bushel unverändert gegenüber Mittwoch. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) berichtet von wöchentlichen Exportverkäufe an US-Mais in Höhe von 457.700 t. Diese Menge liegt unterhalb der Erwartungen von Händlern. Sie beobachten derzeit genau die Verkäufe aus den staatlichen Reserven Chinas, die die Nachfrage auf dem internationalen Markt begrenzen könnten. (da)

 
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