Märkte am Morgen: Getreide

US-Maiserträge fallen ab

Weizen: Der Druck auf die Weizenpreise setzt sich fort. Der September gibt der Matif 2 €/t, der Dezember 1 €/t nach. Der Dezember schließt knapp unter 179 €/t. Die großen Weizenernten in Frankreich und anderen Teilen Europas kompensieren die schwächere deutsche Weizenernte zu einem großen Teil. Das Exportventil für den europäischen Weizen hat sich zudem noch nicht richtig geöffnet, denn auch französischer Weizen gilt  im internationalen Konzert als etwas zu teuer.
 
In Chicago gaben die Notierungen unter dem Einfluss eines festeren US-Dollarkurses und der komfortablen globalen Weizenversorgung erneut etwas nach. Der September notierte 6,2 Cent/bushel schwächer als am Vortag und schloss bei 4,94 US-$/bushel.
 
Brasilien hat einen Weizentender über 146.000 t aufgelegt. Als mögliche Lieferanten sind Australien, Kanada und die USA im Gespräch.
 
Mais: Die niedrigere Bonitierung der US-Feldbestände vom Wochenanfang und schwächere Ertragsaussichten gaben den Chicagoer Maiskursen etwas Auftrieb. Der Dezember legte 2,6 Cent/bushel auf 3,77 US-$/bushel zu.
 
Die Pro Farmer Crop-Tour berichtet durchweg von niedrigeren Erträgen, als sie das USDA in seiner jüngsten Schätzungen prognostiziert hat. Für Indiana schätzten die Teilnehmer der Erntebereisung die Erträge auf 142,9 bushel/acre und 9 Prozent unter dem dreijährigen Mittel. In Western Illinois leiden die Maiserträge unter Stickstoffmangel aufgrund der nassen Witterung im Juni. In Nebraska, dem drittgrößten Maisproduzenten  der USA sieht es dagegen besser aus. Die Durchschnittserträge von 165,2 bushel/acre liegen 10 Prozent über dem dreijährigen Durchschnitt, aber ebenfalls unter der Prognose des USDA.
 
Die europäischen Maiskurse folgten dem schwachem Weizen und gaben für November 1 €/t nach. Der Schlusskurs lag bei 176,25 €/t. Die Notizgewinne der Rallye vom Monatsanfang sind wieder weitestgehend aufgezehrt. (St)
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