Analysten lagen daneben: Das USDA schätzt anders als erwartet.
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Analysten lagen daneben: Das USDA schätzt anders als erwartet.

In seinem neuen Marktbericht Wasde überrascht das US-Agrarministerium USDA erneut alle Analysten und Prognosen. Entgegen den Erwartungen, hat das Ministerium die durchschnittlichen US-Sojabohnenerträge für die neue Ernte leicht auf 47,1 bushel/acre angehoben. Auf die Schätzung der US-Sojabohnenernte von 107,1 Mio. t schlagen die höheren Erträge mit einem Plus von 500.000 t zu Buche.  

Mit Spannung wurde vor Veröffentlichung der Zahlen erwartet, wie das USDA die weitere Nachfrageentwicklung Chinas einschätzt. Das US-amerikanische Landwirtschaftsministerium erwartet allerdings Auswirkungen auf die Sojabohnenimporte Chinas und taxiert sie unverändert mit 79 Mio. t für 2015/16.

Die globale Sojabohnenbilanz bleibt ausgesprochen komfortabel, auch wenn das USDA in seinen neuen Report die globalen Endbestände um 1,9 Mio. t auf 85 Mio. t nach unten korrigiert hat, da die Prognose für die Anfangsvorräte und die Exporte leicht sinkt.

Die Chicagoer Börse regierte kurzfristig mit einem stärkeren Ausschlag der Sojabohnennotierungen in roten Bereich auf die neuen Zahlen. An der Matif standen die Rapsnotierungen bereits vor dem Report unter Druck. Zum Start in die neue Woche tendierten die Rapskurse in Paris freundlich, der Sojamarkt in Chicago zeigte sich zumindest stabil. (St) 
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