Märkte am Morgen: Ölsaaten

US-Sojafläche könnte größer werden

Sojakomplex: Die Sojabohnen legten in den beiden vorangegangenen Sitzungen geringfügig zu. Die Zahlen des USDA-Reports scheinen zumindest kurzfristig verarbeitet zu sein. Die Tendenz bleibt bärisch, auch für die alte Ernte. Die laufende argentinische Sojabohnenernte wird vermutlich größer ausfallen, als die 58,5 Mio. t, die das USDA schätzt. Die Börse in Rosario erwartet eine Bohnenernte von 59,6 Mio. t, die Schwesterbörse in Buenos Aires schätzte sogar 60 Mio. t.
 
Die Aussicht auf kommende sehr große Sojabohnenernten bietet kaum Platz für Preisphantasien. In Südamerika lassen sich nach den Hochrechnungen des USDA für die kommende Saison wieder Rekordernten erwarten. In den USA fällt die  Sojabohnenfläche in diesem Jahr möglicherweise deutlich höher aus, als es die offizielle Schätzung ausweist. So geht Informa von einer US-Sojabohnenfläche von 87,2 Mio. acres aus und liegt damit etwa 2,6 Mio. acres über den USDA Zahlen. Umgerechnet auf durchschnittlichen Ertragserwartungen könnten die USDA danach wieder eine Sojabohnenernte in Nähe von Rekordwerten einfahren.  
 
Raps: An der Matif gaben die Rapsnotierungen an den beiden vorangegangenen Handelstagen etwas nach. Unterm Strich verlor der August 1,75 €/t. Der Frontmonat notierte am Vortag mit 354,50 €/t. Die Aktivitäten waren zuletzt äußerst mager. Aufgrund des Feiertags wurden am Donnerstag gerade einmal 1.200 Rapskontrakte gehandelt.
 
Auch in Winnipeg blieben die Aktivitäten für Canola-Raps überschaubar. Die Notierungen legten zweimal hintereinander etwas zu und profitierten von einem schwächeren kanadischen Dollarkurs. Der Frontmonat Juli bewegt sich seitwärts und hält seine Position oberhalb der psychologischen Schwelle von 450 Can-$/t.
  
Rohöl: Leichte Kurskorrekturen bremsten den Kursanstieg. Brent notierte am Vortag bei knapp 66,60 US-$/Barrel, WTI etwas unter 60 US-$/Barrel. Die um 2,9 Mio. Barrel gefallenen wöchentlichen US-Rohölbestände sorgten nur für kurzfristigen Auftrieb. Die amerikanische Energiebehörde EIA erwartet für die zweite Jahreshälfte einen durchschnittlichen Preis für Brent-Crudeöl von 63 US-$/Barrel. Für 2016 geht die Behörde von einem Durchschnittspreis von 70 US-$/Barrel für Brent aus. (St) 
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