Märkte am Morgen: Ölsaaten

US-Sojafläche könnte kräftig steigen

Sojakomplex: Die Sojabohnenkurse in Chicago beendeten die Sitzung mit leichten Kursverlusten. Die März-Bohne notierte mit 10,67 US-$/bushel, bleibt fest und konnte  im Wochenverlauf 1,5 % zulegen. Sojaschrot profitierte von Kontraktumschichtungen gegen Sojaöl mit leichten Kursgewinnen. Für März notierte Schrot mit rund 349 US-$/short ton. Die wöchentlichen US-Exportzahlen von knapp 980.000 t Sojabohnen und 270.000 t Sojaschrot kamen besser als erwartet herein. Heute Morgen sind die Vorgaben vom Sojakomplex an der elektronischen Chicagoer Börse leicht gedrückt.
 
Die Farmer in den USA wollen nach einer Umfrage von Farm-Futures ihrer Sojabohnenanbaufläche im diesem Jahr um 8,5 % auf 90,52 Mio. acres ausbauen. Sollten sie ihre Pläne realisieren, könnte die Sojabohnenflächen in den USA erstmals seit 1983 wieder die Maisfläche toppen.
 
Aus Südamerika kamen keine neuen fundamental Nachrichten. In den von Nässe betroffenen argentinischen Anbaugebieten wird es die nächsten Tage warm und trocken und es sollte abtrocknen. Die Börse Buenos Aires reduzierte ihre Schätzung der argentinischen Sojafläche um 100.000 ha auf 19,2 Mio. ha. Problematische Wetterbedingungen könnten allerdings noch weitaus größere Flächenverluste nach sich ziehen, erwarten die Experten an der Börse.
 
Raps: An der Matif setzte Raps seinen Höhenflug mit neuen Kontrakt-Hochs fort. Shorteindeckungen und Positionsbereinigungen brachten den Februar-Termin nach einem Kursgewinn von 4,25 €/t auf einen Schlusskurs von 425 €/t. Auch Befürchtungen über Auswinterungsschäden aufgrund des frostigen Winterwetters, die knappe Versorgungslage und die festeren Rohölpreise stützen.
 
In Winnipeg konnte sich Canola Raps etwas verbessern. Die Kursgewinne blieben überschaubar, der März schloss knapp unter 520 Can-$/t.
 
Palmöl: Die Notierungen gaben noch einmal leicht nach, zeigen heute Morgen aber erste Stabilisierungstendenzen. Der Markt rechnet zwar auf Sicht mit einem Anstieg der Palmöl-Produktion, es gibt jedoch Schätzungen, die aufgrund des kleinen vorderen Angebotes einen Anstieg der Palmölnotierungen von als 6 % auf auf 3300 MYR bis März für möglich halten.
 
Rohöl: Die Preise legten bis 1,33 US-$/Barrel auf 55,49 US-$/Barrel für Brent-Crudeöl zu. Spekulative Käufe vor einem informellen Treffen der Opec und anderer Produzenten am Wochenende in Wien stützen. Nach Aussagen des Energieministers Saudi-Arabiens haben die bisherigen Produktionseinschränkungen das globale Rohölangebot bereits um 1,5 Mio. Barrel pro Tag gesenkt und es mehrten sich Zeichen für einen ausgeglichenen Rohölmarkt. (St)
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