Märkte am Morgen: Getreide

US-Weizen verliert deutlich

Weizen: In Chicago schließt der Weizen einheitlich rot. Der Mai verliert 7,50 Cent/Bushel auf 5,1875 US-$/Bushel. Technische Verkäufe und eine schwache Exportnachfrage für US-Herkünfte gekoppelt mit Regenaussichten in den Plains werden als Argumente herangezogen. Das USDA schätzt die US-Bestände an Weizen für das Wirtschaftsjahr 2014 /15 nämlich auf 684 Mio. Bushels ausgehend von 691 Mio. Bushel ein. Auch die weltweiten Bestände werden in ihrem monatlichen Bericht von 197,71 Mio. t auf 197,21 Mio. t gesenkt. Die US-Exportaussichten für das laufende Wirtschaftsjahr werden allerdings um 20 Mio. Bushels auf 880 Mio. Bushels, einem Fünfjahrestief herabgesetzt.

Weizen in Paris reagiert auf die Zahlen aus den USA uneinheitlich. Während der Mai nochmals nachgibt und mit 189,25 € unter die 190-Euro- Marke rutscht, schließt der September unverändert mit 190,00 €.

Mais: In Chicago hat der Mais eine geteilte Meinung: Die vorderen Monate bis Juli 2016 geben leicht nach. So verliert der Mai 1,25 Cent /Bushel auf 3,78 US-$/Bushel. Ab September 2016 ist er wieder positiver gestimmt. Das USDA hat die US- Bestände an Mais auf 1,827 Mrd. Bushels geschätzt. Vor vier Wochen waren es noch 1,777 Mrd. Bushels. Die weltweiten Bestände legen sie auf 188,46 Mio. t ausgehend von 185,28 Mio. t fest. Ein festerer Dollar und eine niedrigere Nachfrage nach Futtermittel wirken sich ebenfalls negativ auf die Kurse aus. Die Verluste beim Mais fallen im Vergleich zu Weizen und Sojabohne allerdings geringer aus. Die Maisexporte bis zur vergangenen Woche liegen bei 639 600 t und damit über den Erwartungen von 350 000 bis 450 000 t.

Auch der Mais in Europa reagiert uneinheitlich auf die Informationen des USDA. (dg)
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