Märkte am Morgen: Ölsaaten

USA rechnen mit Rekord-Sojafläche

Sojakomplex: Die Aussicht auf eine neue US-Rekordanbaufläche von 88 Mio. acres Sojabohnen (Vorjahr 83,4 Mio. acres) in diesem Frühjahr drückte auf den gesamten Komplex. Die Sojabohne verlor um die 11 Cent/bushel. Der Mai notierte mit 10,22 US-$/bushel und die Notierungen steuern auf die psychologische 10-Dollar-Marke zu. Sojaschrot verlor bis zu 4,5 Cent/bushel. Der März schloss mit rund 3,31 US-$/short ton. Auch ein schwächerer Sojamarkt in China, vor allem aber die Aussicht auf große  südamerikanische Sojabohnenernten belasten.
 
Die brasilianischen Analysten von Agroconsult toppen alle aktuellen Ernteschätzungen für Brasilien. Sie erwarten aufgrund der guten Erträge eine Bohnenernte von 107,8 Mio. t. Die bärische Schätzung übertrifft die USDA-Prognose um 3,8 Mio. t. Auch für Argentinien erwartet Agroconsult mit 54 Mio. t noch eine gute Bohnenernte, obwohl die Verhältnisse in Argentinien nicht optimal sind. Beobachtungen vor Ort schätzen das jeweils 10 bis 15 % der argentinischen Flächen unter zu großer Nässe oder zu trockenen Bedingungen leiden.
 
Raps: Mit schwächeren Sojakursen und der anhaltenden Korrektur für Palmöl setzen Gewinnmitnahmen die Terminmärkte für Raps hüben wie drüben unter Druck. In Paris verlor der Mai nach technischen Verkäufen 3,25 €/t und fiel auf 413 €/t. In Winnipeg gaben die Kurse für die alte Ernte bis zu 6,6 Can-$/t nach. Der März notierte mit 5,13 Can-$/t.
 
Palmöl: Die scharfe Korrektur setzt sich mit Notizverlusten bis 76 MYR für den Frontmonat März fort, der unter die psychologische Marke von 3000 MYR rutschte. Die späteren Termine gaben ebenfalls nach. Der inverse Markt mit den deutlich höheren Notierungen für die vorderen Termine schwächt sich mit der Aussicht auf eine steigende Palmölproduktion Südostasien bereits ab.
 
Rohöl: Die Schwankungen und das auf und ab am Rohölmarkt hält an. Am Vortag ging es wieder etwas aufwärts, Brent-Crudeöl legte 0,74 US-$  auf 56,58 US $/Barrel zu. WTI notierte ebenfalls fester. In den USA sind die wöchentlichen Rohölbestände mit 600.000 Barrel weniger stark angestiegen, als von Analysten erwartet. (St) 
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