USDA-Prognose

USA steigern Fleischproduktion deutlich

Für Schwein, Rind und Geflügel rechnet das US-Agrarministerium USDA in diesem Jahr mit zum Teil deutlichen Produktionssteigerungen. Die Putenfleischerzeugung wird 2016 nach einer aktuellen Prognose des USDA um 7,3 Prozent auf 2,73 Mio. t steigen. Für Rindfleisch wird ein Zuwachs von 3,8 Prozent auf 11,16 Mio. t erwartet. Ausgedehnt werden soll auch die Hähnchenmast. Für Hähnchenfleisch wird ein Zuwachs von 2,2 Prozent auf 18,58 Mio. t vorhergesagt. Die Schweinefleischerzeugung soll um 1,9 Prozent auf 11,32 Mio. t wachsen.

Die höheren Mengen werden sich voraussichtlich auf die Preise auswirken, so die Marktexperten des USDA. Dies wiederum könnte die Nachfrage ankurbeln und den Pro-Kopf-Verbrauch auf einen neuen Rekordwert von 96,9 kg anheben. Ein großer Teil der zusätzlichen Produktion wird einen Absatz im Ausland finden. Die Fleischexporte könnten um 7,5 Prozent auf 6,94 Mio. t ansteigen.

Bei den Importen erwartet das USDA dagegen rückläufige Mengen. Unsicherheitsfaktoren in der Außenhandelsbilanz seien die Entwicklung des Dollar-Kurses und der Weltkonjunktur, geben die USDA-Experten zu bedenken. Auf dem Weltmarkt rechnet das USDA vor allem beim Rindfleisch mit der Verschiebung von Warenströmen. Vom geringeren Importbedarf der USA sei vor allem Australien betroffen. Beim Schweinefleisch könnten die USA ihre Lieferungen nach Mexiko und Asien erhöhen. Die Geflügelfleischexporte seien von der weiteren Entwicklung bei der Vogelgrippe abhängig. (SB)
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