Märkte am Mittag

USDA-Bericht kann Impulse setzen

Mahlweizen an der Matif tendiert heute Mittag etwas schwächer. Der Frontmonat Mai wird mit 212,25 €/t bewertet, das sind 0,75 €/t weniger als am Vortag. Der folgende November-Kontrakt verliert 0,25 €/t und wird mit 205,50 €/t notiert. Der Rapssaat-Future an der Pariser Börse gibt ebenfalls leicht nach. Der Mai-Termin verliert 0,75 €/t auf 408 €/t. In Chicago schreiben Mais, Weizen und Sojabohnen ebenfalls rote Zahlen.

Die Geschäftstätigkeit am deutschen Kassamarkt beschreiben Marktteilnehmer aus dem Norden und Nordwesten unterdessen als ruhig. Sowohl Käufer als auch Verkäufer hätten sich zurückgezogen. Ein Makler bezeichnete den Weizenmarkt im Gespräch mit agrarzeitung.de als „richtungslos“. Neue Impulse könnte der vierteljährliche US-Bestands- und Aussaatbericht geben, den das US-Agrarministerium USDA am kommenden Montag veröffentlichen wird. Aus aktueller Warte sehen Beteiligte den Markt eher in einer Seitwärtsbewegung.

Den Einfluss der US-Wettermärkte und der Ukraine-Krise bewerten Marktteilnehmer unterschiedlich. Während manche die beiden Faktoren noch als marktrelevant bezeichnen, schätzen andere, dass diese Aspekte längst eingepreist sind. „In der Ukraine laufen die Exporte weiter. Dass die US-Winterweizenbestände nicht so gut aussehen, ist mittlerweile auch bekannt“, heißt es aus dem Nordwesten.

B-Weizen, franko Hamburg, Basis April, wird auf einem Niveau mit der Matif-Mai-Notierung an der Geldstelle und 2 €/t über dem Matif-Mai-Termin an der Briefstelle bewertet. Anschlussgeschäfte für den Export scheint es aktuell nicht zu geben, „sonst wäre die Prämie für Weizen am Hamburger Markt höher“, meint ein Händler.

Seitens der Mühlen wird die Geschäftstätigkeit im Nordwesten Deutschlands ebenfalls als ruhig beschrieben. Vorstellbar sei, dass die Landwirte ab April oder Mai ihre Restbestände verkaufen wollten, heißt es weiter. (pio)
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