Märkte am Morgen: Getreide

USDA-Zahlen drücken Weizenpreis

Weizen: An der Matif setzt sich die Korrekturphase für Weizen fort. Die Notierungen standen bereits vor dem USDA-Report unter Druck. Nach der Veröffentlichung des Marktreport Wasde verschärfte sich die Schwäche und der März fiel unter 184 €/t. Bei Börsenschluss stand ein Minus von 2,25 €/t vor dem Märzkurs. Die ausgezeichneten Exportaussichten für den europäischen Weizen bilden aber weiterhin ein vergleichsweise stabiles Korsett für die Terminmärkte. Das USDA hat die Exportprognose für die EU auf 31 Mio. t Weizen angehoben.
 
Agenturberichten zufolge steht Weizen der Matif möglicherweise auch durch den Start des neuen Weizenkontrakts unter Druck. Im März führt die Euronext einen neuen Weizenkontrakt in Paris mit exakt spezifizierten Qualitätskriterien ein. Es wird gemutmaßt, dass sich dies schon jetzt in einem Discount zulasten des aktuellen Weizen-Futures niederschlagen könnte.
 
Die Rekordschätzungen des USDA für die globale Weizenernte von 725 Mio. t und Endbeständen von 198 Mio. t setzten den Chicagoer Weizen unter Druck. Die Kurse für die beiden vorderen Termine gaben 8 Cents/Bushel nach. Der US-Weizen ist zudem am internationalen Markt zu teuer, deshalb hat das USDA auch die Exportprognose für die USA gesenkt.
 
Für Verwirrung sorgen derzeit unterschiedliche Publikationen über die jüngste Abares-Schätzung der australischen Weizenernte. Auf der Internetseite des australischen Getreideamtes wird die kommende Ernte, wie am Vortag an dieser Stelle berichtet, mit 23,6 Mio. t ausgewiesen. Die Ernte fällt damit 12 Prozent niedriger als im Vorjahr aus. Das USDA geht in seinem neuen Bericht von 24 Mio. t aus. Die argentinische Weizenernte fällt nach der USDA-Zahlen mit 12,5 Mio. t 500.000 t besser aus, als zuletzt geschätzt.
 
Mais: Die ausgezeichnete globale Maisversorgung drückte auf die Chicagoer Kurse. Die Notizverluste blieben allerdings in überschaubarem Raum. Das USDA geht in seinem neuen Report von einer 3,2 Mio. t größeren globalen Maisernte und einen Rekordwert von mehr als 991 Mio. t aus. In Argentinien haben sich die Aussichten für die Maisernte  dem Report zufolge um 1 Mio. t auf 23 Mio. t verbessert. Die brasilianische Maisernte taxiert das USDA weiterhin auf 75 Mio. t.
 
Der Matif gab Mais etwas nach. Der März notierte ein Minus von 1 €/t und schloss bei 154,50 €/t. (St)
 
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