Langfristprognose

USDA macht Landwirten Mut

Blick nach vorn
Immer im Februar veröffentlicht das USDA seine „Long-term agricultural projections". Das etwa 100-seitige Werk gibt eine Zehnjahresvorausschau der für die US-Agrarwirtschaft bedeutenden Markttrends. Wegen der starken Exportabhängigkeit der US-Erzeugung nimmt das USDA die Weltmärkte ebenfalls in den Blick. Die Einschätzungen werden in deer kommenden Woche zum Outlook-Forum eingehend diskutiert. Erstmals wird dort der neue USDA-Chefökonom  Robert Johansson auftreten. (db)
Kurzfristig halten sich die Preise für die meisten Agrarprodukte auf dem zurzeit ermäßigten Niveau, sagt das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) in seiner Zehnjahresprognose voraus. Deswegen erwarten die Analysten in der volkswirtschaftlichen Abteilung, dass die US-Farmer die Aussaatflächen einschränken werden. Im tierischen Sektor könnten dagegen die niedrigen Futterpreise Anreiz bieten, die Erzeugung von Milch und Fleisch anzukurbeln.

In der längerfristigen Perspektive liegen die Landwirte mit Expansionsstrategien richtig, konstatiert das USDA. Denn ein anhaltendes Wachstum der Weltwirtschaft sowie eine global steigende Nachfrage nach Agrarrohstoffen werden nach Einschätzung des USDA den Verbrauch und den Handel und in der Folge auch die Preise steigen lassen. Zwei Beispiele für den steigenden Handel sind besonders markant. Für die EU-Weizenexporte rechnet das USDA mit einem deutlichen Wachstum von heute rund 30 Mio. t auf mehr als 35 Mio. t in zehn Jahren. Noch gigantischer sind die Erwartungen an die chinesischen Sojabohnenkäufe, die in dem Zehnjahreszeitraum von etwa 77 Mio. t auf 108 Mio. t steigen sollen.

Den US-Farmern verspricht das Washingtoner Ministerium bei Eintreten dieser Szenarien, dass die Nettoeinkommen ab dem Jahr 2017 über dem Durchschnitt der Jahre 2001 bis 2010 liegen wird. (db)
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