China

USDA schraubt Import-Prognose hoch

Statt wie zunächst erwartet 475.000 t Trinkmilch, soll China im laufenden Jahr nun 650.000 t einführen, berichtete die USDA-Außenstelle in Peking kürzlich. Das wären 190.000 t mehr als 2015 und mehr als doppelt so viel wie 2014.

Das USDA begründet die Aufwärtskorrektur mit den weltweit niedrigen Milchpreisen. Außerdem würden Verbraucher in China importierten Milchprodukten nach vergangenen Nahrungsmittelskandalen eher vertrauen als einheimischen Erzeugnissen. Hinzu käme eine schwache Logistik für Kühltransporte im Land, die Einfuhren von H-Milch zusätzlich attraktiv mache. Die EU ist der größte Lieferant, gefolgt von Neuseeland und Australien.

Große Pulvervorräte drosseln Nachfrage

Ein anderes Bild zeigt sich bei den Einfuhren von Vollmilchpulver Hier senkt das USDA in Peking seine Importprognose für 2016 von zunächst 360.000 t auf nun 300.000 t. Das wären knapp 50.000 t weniger als 2015 und mehr als die Hälfte weniger als vor zwei Jahren. Der Grund für die Abwärtskorrektur: Große Überhangbestände aus dem Vorjahr senken den Bedarf. (pio)
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