EU-Ernte 2014

USDA sieht wenig Spielraum in Bilanz


Top-Importeure von EU-Weizen 2013/14
  1. Algerien
  2. Saudi-Arabien
  3. Iran
  4. Ägypten
  5. Syrien
  6. Marokko
  7. Libyen
  8. Tunesien

Quelle: USDA, Foreign Agricultural Service

Die Getreideernte in der EU-28 wird 2014/15 sehr groß ausfallen, auch wenn sie hinter dem Vorjahresrekord zurückbleiben wird. Aktuell beziffern die Außenstellen des US-Agrarministeriums USDA in der Europäischen Union die Getreideernte in der kommenden Saison auf 296 Mio. t, nach 302 Mio. t im laufenden Wirtschaftsjahr 2013/14. Dies wäre die drittgrößte Ernte in den vergangenen zehn Jahren, betonen die Experten. Der bisherige Rekord wurde 2008/09 mit 312 Mio. t Getreide erreicht.

Die Weizenproduktion 2014 in der Staatengemeinschaft beziffern die USDA-Mitarbeiter in der EU auf 144,8 (Vorjahr: 143,3) Mio. t. Mehr wurde nur im Rekordjahr 2008 gedroschen. Die Exporte sollen im kommenden Wirtschaftsjahr 25 Mio. t erreichen und somit 3 Mio. t hinter den Ausfuhren in der laufenden Saison zurückbleiben. Im laufenden Wirtschaftsjahr hat Algerien die Liste der Käufer von EU-Weizen angeführt (siehe Übersicht).

Die Exportprognose für 2014/15 ist allerdings mit einem Unsicherheitsfaktor behaftet, betonen die USDA-Marktbeobachter: Viel komme darauf an, wie sich die Situation in der Ukraine weiterentwickelt und inwieweit das Land in der Lage bleiben wird, die Exporte ohne Behinderungen abzuwickeln.

Da der Getreideverbrauch in der EU 2014/15 ungefähr auf dem aktuellen Niveau bleiben wird, rechnen die USDA-Fachleute nur mit einem geringen Bestandsaufbau. Bei Weizen würden die Endbestände um gerade einmal gut 1 Mio. t im Vorjahresvergleich auf 12,1 Mio. t ansteigen. Denn ein höherer Weizenverbrauch in der EU gleicht einen Rückgang der Exporte mehr als aus. Für Angebotschocks irgendwelcher Art sei wenig Platz in der Bilanz, heißt es daher vom USDA.

Generell seien die EU-Getreidebestände gut über den Winter gekommen, heißt es weiter in dem Marktbericht. Sowohl aus Deutschland als auch aus Polen seien sehr geringe Winterschäden gemeldet worden. Die tschechischen Weizenbestände könnten allerdings Niederschläge gebrauchen. (pio)
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