Flächenreport

USDA treibt Maispreis hoch

Weniger Mais als erwartet sollen US-Erzeuger anbauen.
-- , Guenther Haas / pixelio.de
Weniger Mais als erwartet sollen US-Erzeuger anbauen.

Die US-Maisfläche gibt das US-Agrarministerium USDA in dem am Dienstag veröffentlichten Bericht nun mit 88,9 Mio. acres an, nachdem es in seiner Märzprognose noch von 89,2 Mio. acres (36,1 Mio. ha) ausgegangen war. Analysten hatten vor Veröffentlichung des Berichts knapp 89, 3 Mio. acres Mais erwartet – entsprechend stiegen die Kurse an der Chicago Board of Trade nach Veröffentlichung der Daten auf einen mehrmonatigen Höchststand.

Bullenfutter aus Kanada

Sojabohnen zur Ernte 2015 sollen laut dem Flächenreport auf 85,1 Mio. acres (34,4 Mio. ha) stehen. Im März war das USDA noch von 84,6 Mio. acres ausgegangen. Das Ministerium trifft damit in etwa die Erwartungen von Analysten in einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters vor Veröffentlichung der Zahlen. Dessen ungeachtet, zeigten sich die Sojakurse am Chicago Board of Trade von ihrer freundlichen Seite. Bullenfutter für die Ölsaatenmärkte gab es zuvor aus Kanada. Dort hatte das Statistikamt den Canola-Anbau mit 19,8 Mio. acres (8,01 Mio. ha) beziffert, ein Minus von 2,4 Prozent gegenüber 2014.

Die Weizenfläche beziffert das USDA in seinem Flächenbericht mit 56,1 Mio. acres (22,7 Mio. ha), was einem Rückgang um 1 Prozent gegenüber 2014 entspricht. Damit übertrifft das Ministerium zwar die Markterwartungen leicht; die Weizenkurse in Chicago schreiben dennoch grüne Zahlen. Die Bullen fütterten auch hier wieder die Kanadier: Zwar sollen Erzeuger dort laut Statistikbehörde 24,1 Mio. acres mit Weizen zur Ernte 2015 bestellen, was einem Flächenzuwachs von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Zuvor hatten die Statistiker allerdings noch 24,8 Mio. acres (9,8 Mio. ha) in Aussicht gestellt. Weizen an der Matif verabschiedete sich am Dienstag mit einem Plus von 1,50 €/t gegenüber Vortag und einem Kurs von 200 /t zum Frontmonat September aus dem Handel.

Matif-Weizen kostet 200 Euro

Die Flächenschätzung des USDA steht allerdings bei Marktteilnehmern unter einem bestimmten Vorbehalt, da die US-Feldarbeiten seit Erhebung der Daten in Umfragen und Bestandsbegutachtungen Anfang Juni durch ungünstige Witterungsverhältnisse gebremst wurden. (pio)
stats