Märkte am Morgen: Getreide

USWA schließt Büro in Ägypten

Weizen: In Chicago haben die Weizennotierungen gestern erneut nachgegeben und auch heute Morgen sind die Vorzeichen rot. Der Dezember verlor am Dienstag 1,75 Cent auf 4,36 US-$/bushel. Heute Morgen steht er bei 4,33 US-$/bushel. Ein schwacher Euro stützt die Notierungen an der Matif. Der Dezember kann um 25 Cent auf 162,50 €/t zulegen.

Die Weizenproduzenten aus den USA sehen auf dem weltweit wichtigsten Exportmarkt Ägypten nur noch geringe Absatzchancen. US Wheat Associates (USWA) schließt im Dezember nach rund 40 Jahren das Büro in Kairo, berichtet Reuters. Aufgabe des Unternehmens ist es den US-Weizenexport zu fördern. Begründet wird die Entscheidung damit, dass US-Weizen in Ägypten Marktanteile an die Schwarzmeerregion verloren hat. Wegen der gestiegenen russischen Produktion und der höheren Frachtkosten für US-Exporte sei US-Weizen nicht mehr wettbewerbsfähig. US Wheat Associates will sich nun auf Märkte mit besseren Absatzchancen konzentrieren, wie in Asien und Lateinamerika. Noch im Jahr 2013/13 war Ägypten der fünftwichtigste Abnehmer von Weizen aus den USA. 2016/17 ist das Land auf Platz 37 zurückgefallen.

Das Exportgeschäft für europäischen Weizen bleibt schwierig. Die Hoffnungen richten sich auf eine Ausschreibung Algeriens. Der staatliche Einkäufer OAIC sucht Cif-Ware für 208 US-$/t, die Angebote liegen bei 214 US-$/t. Auch in Hamburg bleibt das Exportgeschäft schwach. Auf dem aktuellen Preisniveau gibt es kaum Abgeber. Die Geldkurse für Lieferungen im Oktober liegen even Dezember Matif. Verkäufer fordern eine Prämie von 2 Euro.

Mais: Mais hat in Chicago am Dienstag leicht nachgegeben. Der Dezember schloss mit einem Minus von 0,5 Cent bei 3,59 US-$/bushel. An der Matif konnte Mais sich nach den jüngsten Verlusten erholen. Am Ende des gestrigen Handelstages stand für den November ein Plus von 2 Euro auf 148,75 €/t. Der Erntefortschritt in den wichtigsten Anbaugebieten der USA lag zum 15. Oktober mit 28 Prozent unter dem Fünfjahresdurchschnitt von 47 Prozent.

Euro/US-Dollar: Spekulationen um eine straffere Geldpolitik der FED stützen den Doller. Der Euro gab gestern erneut nach und notiert heute Morgen bei 1,1761 US-$. (SB)
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