Ölsaatenmarkt

Ukraine exportiert weniger Raps

Nach den jetzigen Angaben des Statistikamtes in Kiew wächst Raps in der Ukraine zur Ernte 2016 nur auf 456.000 ha. Vor einem Jahr waren es etwa 680.000 ha, vor zwei Jahren noch 880.000 ha. Mit der aktuellen Flächenzahl, die wegen jetzt berücksichtigter Auswinterungen niedriger liegt als bisher erwartet, sinkt auch die Ernte stärker ab – trotz den für die Ukraine recht ansehnlichen Erträgen. Das Agrarministerium in Kiew berichtet bisher von 2,6 t/ha, was mehr als im Vorjahr ist.

Das Kiewer Büro des US-Agrarministeriums (USDA) kalkuliert jetzt mit einer ukrainischen Rapsernte von 1,16 Mio. t, die damit noch einmal 11 Prozent kleiner wäre als die Menge, die das USDA in Washington bisher in seinen aktuellen Schätzungen ausgewiesen hat. Im Vergleich zum Vorjahr fehlen 34 Prozent. Die kleine Menge hat erhebliche Konsequenzen für die Exporte.

Das USDA-Büro in Kiew geht jetzt nur noch von ukrainischen Rapsexporten 2016/17 von 800.000 t aus. Das wären 44 Prozent weniger als 2015/16. Noch stärker um 63 Prozent könnten die Lieferungen in die EU auf nur noch 450.000 t Raps einbrechen, so die Experten im USDA-Büro. In der vorigen Saison lieferte die Ukraine noch etwa 1,2 Mio. t Raps in EU-Länder, vor zwei Jahren waren es sogar rund 1,3 Mio. t. Die Ukraine ist zusammen mit Australien wichtigster Anbieter von Raps für die Ölmühlen der EU. (db)
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