Märkte am Mittag

Ukraine will Weizenexport bremsen

Das Agrarministerium in Kiew hat offenbar mit den Exporteuren vereinbart, bis Juni 2015 nur noch 1,2 Mio. t Weizen zu exportieren - und zwar 900.000 t im ersten Quartal und 300.000 t in den restlichen Monaten.

Die Exportausssichten bestimmen auch den Kassamarkt. Die Kaufideen in Hamburg und Rostock sind nach wie vor am Getreidemarkt das Maß der Dinge. Die Weizenpreise überall in Deutschland leiten sich von den Hamburger Preisen ab. Motor für den Export bleibt der schwache Euro. Noch verschiffen die Handelshäuser auch viel Getreide aus Russland. Ab Februar wird dort mit Erhebung der Exportzölle aber Ruhe einkehren. Die Kaufideen für B-Weizen liegen in Hamburg um die 205 €/t franko Hamburg/Rostock Basis Abrechnung März 2015.

Die Rapspreise steigen an, wogegen es am Sojamarkt zu Preisschwächen kam. Die positiven Ernteaussichten in Südamerika drücken die Kurse. Nach Meinung von Händlern wird der in diesen Tagen flotte Beginn der brasilianischen Ernte für Preisdruck sorgen. Die Ölmühlen halten sich am Rapsmarkt bei Kaufideen von 356 €/t für die Rapssaat franko für die Lieferung im Februar/März 2015 mit Zukäufen zurück. Auch die Verkäufer agieren abwartend und hoffen auf weiter steigende Preise.

An der Matif können sich die Kurse für Rapssaat für den Februar-Termin heute Mittag um 2,00 €/t auf 357,25 €/t verbessern. Die Notierungen für den Weizen tendieren ebenfalls fester mit 199 €/t für den Mai-Termin. (Ps)
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