Märkte am Mittag

Unsicherheit an den Getreidemärkten

Bis Mitte der Woche haben die mit dem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine verbundenen Unsicherheiten die Indizes der Terminmärkte ins Plus drehen lassen. Heute Mittag allerdings legen die Weizenkurse an der Matif den Rückwärtsgang ein: Der Fronttermin März verliert 1,25 €/t gegenüber Vortag auf 206,50 €/t. Der folgende Mai-Kontrakt gibt ebenfalls 1,25 €/t nach auf 204,50 €/t. Ein anderes Bild zeigt sich bei den Pariser Rapsnotierungen, die stabil im grünen Bereich liegen.

Am süddeutschen Kassamarkt bleiben die Umsätze derweil weiterhin gering. Gleichwohl hoffen Landwirte, die noch über größere Mengen an unverkauftem Qualitätsweizen verfügen, auf weiter steigende Erzeugerpreise. Es lassen sich aktuell allerdings nur schwer repräsentative Erzeugererlöse ermitteln. Nach Auskunft einiger Erfassungshändler soll den Landwirte in Süddeutschland für A-Weizen im Schnitt gut 176 €/t netto, frei Erfassungshandel, geboten werden.

Aus der Landwirtschaft selbst wird eine sehr weite Preisschere genannt. Die Erzeugerpreise für B-Weizen sollen sich um 173 €/t bewegen. Die Verkaufsbereitschaft der Landwirte hat sich offensichtlich nicht unbedingt verbessert.  Die meisten Mühlen sind andererseits nach wie vor nicht bereit, deutlich höhere Forderungen zu akzeptieren. Sie treten wegen ihrer insgesamt guten Versorgungslage ohnehin nur sporadisch als Käufer auf.

Vor diesem Hintergrund wird von ausgeglichenen Verhältnissen gesprochen. Mit Prognosen halten sich die Marktbeteiligten in diesen Tagen auffällig zurück. (HH)  
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