Märkte am Mittag

Unterbrechung entspannt den Markt

Die weiter nachgebenden Kurse für Getreide und Ölsaaten sorgen nicht dafür, dass Landwirte sich drängend von ihrer Ware trennen. In der Regel wird viel Ware eingelagert in der Hoffnung, dass sich die Preise wieder erholen können. Zudem soll der weitere Ernteverlauf und damit die noch tatsächlich zu erntenden Qualitäten und Mengen abgewartet werden. Auf der Käuferseite bleibt das Interesse ebenfalls eher klein. Nominell werden für einen Brotweizen franko Niederrhein ex Ernte 4,00 €/t unter Matif im September genannt. Für einen A-Weizen liegt die Prämie bei 7,00 bis 8,00 €/t über dem B-Weizen am Kassamarkt. Die Mischfutterhersteller am Niederrhein sind ebenfalls kaum am Markt und beschäftigen sich noch mit dem überraschend groß ausgefallenen Gerstenaufkommen.

Ölmühlen dagegen suchen teilweise schnellen Raps wo die Ernte noch nicht voll eingesetzt hat. Sie zahlen Prämien.

Landwirte im westlichen Münsterland können für ihre Ware frei Erfassungsstelle ex Ernte mit 175,00 €/t für Futterweizen rechnen. Für Triticale bekommen sie 165,00 €/t und 150,00 €/t für Roggen. Am Niederrhein erzielen sie 1,00 €/t weniger für die Ware. Hier wird immer mal wieder Ware abgegeben.

Weizen, Mais und Raps in Paris stehen heute Vormittag weiter unter Druck. Im Vergleich zu gestern gibt der Weizen heute Vormittag nochmals 2,50 €/t ab und bewegt sich um 183,25 €/t. Mais verliert im August nur 0,50 €/t auf 178,00 €/t. Im November sind es aber bereits 2,75 €/t. Der Raps bereitet sich offensichtlich auf seinen letzten Handelstag in dieser Woche für den Monat August vor und verliert 7,25 €/t auf 377,00 €/t. Der November verliert noch 4,50 €/t und bewegt sich mittags bei 379,75 €/t. (dg)
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